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Altstadt von Ouro Preto
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1980 |
| Erläuterung: |
Schwarzes Gold - das ist der Name der Stadt und gleichzeitig seine
Geschichte. Die ersten Pioniere im 17. Jahrhundert haben sich hier niedergelassen, weil
die Goldfunde alles übertrafen, was die Portugiesen in Brasilien zuvor entdeckt hatten.
Die gesamte, damals viele Tagesreisen von der Küste entfernte Gegend barg so große
Mengen des Edelmetalls, dass die Kolonialherren zehntausende von Sklaven aus Afrika
nach Brasilien einschifften, um die Bodenschätze auszuheben. Der
wichtigsten Baumeisters der Stadt war Antonio Francisco Lisboa. Er ist mit seinem
Werk und seiner tragischen Lebensgeschichte eng mit dem Schicksal seiner Stadt verbunden.
Lisboa wurde bekannt unter seinem Spitznamen "O Aleijadinho" (das Krüppelchen),
weil er unter einer unheilbaren Krankheit litt, die seinen Körper ähnlich wie Lepra
langsam zersetzte. Die Spuren, die er durch seine Skulpturen, Reliefs und
architektonischen Arbeiten in Ouro Preto hinterlassen hat, sind von einer einzigartigen
Kraft und Schönheit. O Aleijadinho muss in seinen späteren Lebensjahren schlimme Qualen
bei der Arbeit erlitten haben. Trotzdem schuf er bis zu seinem Tod 1813 unermüdlich neue
Varianten des später als
"Barocco Mineiro" bezeichneten Stils. Er band sich zuletzt die
Bildhauerwerkzeuge an seine Arme, als er die Hände nicht mehr gebrauchen konnte und
kämpfte mit Schönheit gegen die eigene schreckliche Verkrüppelung an - ein Leben
zwischen Himmel und Hölle. |
| Bild: |
 |
Altstadt von Olinda
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1982 |
| Erläuterung: |
Olinda ist keine Stadt, sondern ein Garten vollgestopft mit
Meisterwerken! Diese poetische Einschätzung gab der UNESCO-Beauftragte
ab, als er Olinda in knappen Worten beschreiben sollte. Der kleine Ort im Norden
Brasiliens ist tatsächlich so reich an Eindrücken, dass es dem Betrachter schwer fällt,
sich zwischen den naturgegebenen und den architektonischen Kunstwerken für das schönere
auszusprechen.
In den auf acht Hügeln errichteten zahlreichen Klöstern der Stadt liegen die
Geschichten aus über 400 Jahren verborgen. Das Schicksal der ersten portugiesischen
Siedler, die schon Anfang des 16. Jahrhunderts in Olinda ihre Häuser bauten, spricht
immer noch aus den Ruinen der ältesten Kirchen Olindas. Aus dieser Zeit stammt auch der
Name Olinda. Als die Portugiesen hier im Jahr 1535 zum ersten Mal vor Anker gingen
fanden sie ideale Bedingungen zur Gründung einer Siedlung vor. Ihr Anführer Duarte
Coelho Pereira soll einen der Hügel bestiegen haben und beim Anblick der Region "Ò
linda situacam para se fundar uma villa!" (Oh, welch schöner Ort um eine Stadt zu
gründen) ausgerufen haben. Auch heute noch kommt kein Zweifel an der Euphorie der ersten
Siedler auf.
Olinda ist immer noch ein hervorragendes Zeugnis europäischer Kultur des 17.
und 18. Jahrhunderts. In der bis heute noch im Stil der frühen Jahre erhaltenen Altstadt
dominieren religiöse Bauten. Heute wie damals versammeln sich Mönche und Nonnen jeden
Tag zum Morgengebet vor den Altären. Die Ordensbrüder deuteten schon damals die
besondere Kraft und Ausstrahlung Olindas als ein Versprechen an die Zukunft. |
| Bild: |
 |
Nationalpark Iguaçu
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1984 |
| Erläuterung: |
Auf einer Breite fast dreimal so gross wie die Niagarafälle
stürzen die Wassermassen hier in die Tiefe, und von weitem schon tönt es wie ein
Erdbeben. Die Atmosphäre schimmert in
allen Regenbogenfarben. Iguazu bedeutet in der Sprache der
Guarana-Indianer" grosse Wasser". Karg und bizarr ragen die Vulkane des
Galapagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen Ozeans. Über 300 Fischarten bevölkern
das Meer rund um die Inseln. Hier entstanden unter einzigartigen Bedingungen neue
Lebensformen. Die abgeschlossene Tier- und Pflanzenwelt auf Galapagos
zeigt, dass sich das Leben ständig verändert. Alle Lebewesen unterliegen einer von ihrer
Umwelt beeinflussten Evolution. |
| Bild: |
 |
Jesuitenmissionen der Guaraní:
Ruinen von São Miguel das Missões
| Art: |
grenzüberschreitendes Kulturdenkmal |
| seit: |
1984 |
| Bild: |
 |
Historisches Zentrum von Salvador de Bahia
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1985 |
| Erläuterung: |
Salvador de Bahia, von den portugiesischen Eroberern als erste
Hauptstadt Brasiliens ausersehen, verrät in vielem seine Herkunft. Es
ist eine Stadt die sich verteidigen musste, denn es gab viele Konkurrenten in der Neuen
Welt. Vor der Hafeneinfahrt am Ende der geschützten Bucht liegen zum Schutz der Stadt
eine Reihe von Forts. Heute wirken sie nur noch malerisch. Auch der christliche Glaube
musste mit vielen Kirchen verteidigt werden. Es galt das Heidentum auf einem riesigen,
neuen Kontinent zu bekämpfen.
Der spanische Kolonialbarock prägt auch heute noch das Stadtbild von Salvador
de Bahia. Allerdings läuft das Leben darin nicht mehr nur in christlichen Bahnen. Viele
Nachfahren der schwarzen Sklaven zelebrieren Candomble, die Religion ihrer afrikanischen
Vorväter. |
| Bild: |
 |
Wallfahrtskirche "Guter Jesus" von Congonhas
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1985 |
| Bild: |
 |
Brasília
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1987 |
| Erläuterung: |
Brasília ist eine künstliche Stadt, die in 4 Jahren aus dem
Boden des brasilianischen Hinterlandes gestampft wurde. Das Stadtbild ist geprägt von der
Funktionalität seiner Gebäude. Doch Brasília hat nicht nur Spannbeton zu bieten; die
moderne Architektur besitzt ihre eigene Ästhetik. Die Monumentalität der Stadtanlage von
Lucio Costa und die Leichtigkeit einzelner Bauwerke von Oskar Niemeyer verbinden sich zu
einer einzigartigen Bau- und Gestaltungsidee. Der Film zeigt die nüchterne Schönheit
einer Stadt des 20. Jahrhunderts. Ihre graphischen Strukturen genauso wie ihre malerische
Transparenz. |
| Bild: |
 |
Nationalpark Serra da Capivara
(mit Felszeichnungen)
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1991 |
| Bild: |
 |
Historischer Stadtkern von São Luís do Maranhão
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1997 |
| Bild: |
 |
Historisches Zentrum von Diamantina
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1999 |
| Bild: |
 |
Regenwaldgebiet der "Küste der
Entdeckung" (Costa do Descobrimento)
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1999 |
| Bild: |
 |
Südöstliche Atlantische Wälder
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1999 |
Nationalpark Jaú
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
2000 |
| Erläuterung: |
Der Nationalpark Jaú in Brasilien (umbenannt in
Central Amazon Conservation Complex) im Amazonasgebiet umfasst den gesamten Flusslauf des
Jaú, der als herausragendes Beispiel für einen Schwarzwasserfluss gilt. Der Nationalpark
ist eines der artenreichsten Gebiete der Erde und Lebensraum bedrohter Tiere. |
| Bild: |
 |
Pantanal-Schutzgebiet
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1999 |
| Erläuterung: |
Das Pantanal befindet sich im Westen von Brasilien in den
Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Die durchschnittliche Höhe über dem
Meeresspiegel beträgt nur knapp 95 m, es handelt sich um ein Binnendelta mit zahlreichen
Süßwasserseen, im Süden auch Salzwasserseen. Am Fluss Paraguay erstreckt sich eine 20
bis 40 km breite baumfreie Überschwemmungsniederung, die während der Hochwasserzeit von
Mai bis September völlig unter Wasser steht. In diesem Überschwemmungsgebiet gibt es
schwimmende Grasteppiche, in den trockenen Monaten kann es als Weidegebiet genutzt werden. |
| Bild: |
 |
Historisches Zentrum von Goiânia
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
2001 |
| Erläuterung: |
Das historische Zentrum von Goiânia, Hauptstadt
des brasilianischen Bundesstaats Goiás, steht beispielhaft für die portugiesische
Kolonialzeit Zentralbrasiliens. Das vollständig erhaltene städtebauliche Ensemble ist
nicht nur Zeugnis für die Entwicklung kolonialer Architektur, sondern veranschaulicht
auch landesübliche Traditionen der Baukunst und des Handwerks. |
Nationalparks Chapada dos Veadeiros und Emas
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
2001 |
| Erläuterung: |
Die Nationalparks Chapada dos Veadeiros und Emas, beide als
unberührte Berglandschaften im Mittelwesten Brasiliens in der Provinz Goiás gelegen,
sind Schutzgebiete für viele Tierarten wie Wildhirsche, Affen und Königsgeier. Der
Emas-Nationalpark bezieht seinen Namen von den dort lebenden Straußen (bras.: emas). |
Inselreservat Fernando de Noronha / Rocas
Atoll (N/2001)
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
2001 |
| Erläuterung: |
Das Inselreservat Fernando de Noronha / Rocas Atoll umfasst ein
marines Schutzgebiet von außergewöhnlicher biologischer Vielfalt. Vor allem Delphine,
Haie und seltene Meeresschildkröten finden hier Schutz. Die Inseln des südatlantischen
Archipels sind Lebensraum unzähliger tropischer Seevögel. |
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