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Nationalpark Mesa Verde
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1978 |
| Erläuterung: |
Steinerne Städte voller Geheimnisse und spektakulär in die
Felswände eines Bergmassivs hineingebaut - das ist Mesa Verde. Der Name "Grüner
Tisch" stammte von den ersten spanischen Einwanderen. Sie charakterisierten damit
treffend die Tafelberge des Hochplateaus im Westen der USA.
An einem kalten Dezembertag im Jahr 1888 entdeckten zwei Cowboys - auf der Suche nach
entlaufenen Rindern in Mesa Verde - Pueblosiedlungen, in denen einst Hunderte von
Indianern gelebt haben mussten. Doch wo waren die Bewohner? Erst Wissenschaftler gelang es
das Rätsel zu lösen. Die geheimnissvollen Bauwerke wurden einem, bis dahin ebenso
geheimnissvollen Indianerstamm zugeschrieben, dessen Name "Anasazis" nur aus
Legenden bekannt war. Die "Ahnen" oder "ehrwürdigen Alten" sollten
sich vor über 1400 Jahren auf der fruchtbaren Hochebene niedergelassen - und eine, im
Norden Amerikas völlig untypische - fast städtische Kultur entwickelt haben.
Ob in ihrem sozialen Gefüge, der Architektur, oder ihren Kunstwerken, in allen
Bereichen schienen sie, den zur gleichen Zeit durch das Land ziehenden Nomadenstämmen,
weit überlegen. Vor allem in ihrer Töpferkunst zeigten die Anasazis eine faszinierende
Formensprache, die gleichzeitig so revolutionär und einfach war, dass sie sogar noch
heute ungewöhnlich modern wirkt. Die Ornamentik - meist nur schwarz-weiß, schien die
harten Lichtkontraste in den Siedlungen und Canyons zu spiegeln. Nach einer langen
Blütezeit von fast 700 Jahren verließen die Anasazis um 1200 plötzlich ihre Siedlungen
in Mesa Verde und über die Gründe für diesen plötzlichen Exitus wird auch heute noch
spekuliert.
Es ist eine Ironie des Schicksals, dass im Untergang dieses Indianerstammes auch
das Geheimnis des Erhalts seiner Siedlungen steckte. Hätten die Anasazis in Mesa Verde
ihren Traum von einer sesshaften und blühenden Gemeinschaft verwirklichen können, wären
sie von den Einwanderern aus Europa genauso gnadenlos bekämpft worden, wie alle anderen
Stämme des nordamerikanischen Kontinents. So blieben ihre Bauten aber jahrhundertelang
vergessen und zeugen auch heute noch von ihrer einmaligen und unvergleichlichen
Kultur.Städte voller Geheimnisse und spektakulär in die Felswände eines Bergmassivs
hineingebaut - das ist Mesa Verde. Der Name "Grüner Tisch" stammte von den
ersten spanischen Einwanderen. Sie charakterisierten damit treffend die Tafelberge des
Hochplateaus im Westen der USA. |
| Bild: |
 |
Nationalpark Yellowstone
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1978 |
| Erläuterung: |
Der in den US-Bundesstaaten Wyoming (96%), Montana (3%) und Idaho
(1%) gelegene Yellowstone-Nationalpark wurde am 1. März 1872 gegründet und ist damit der
älteste Nationalpark der Welt. Mit seinen 8.983 km² Fläche gehört er zu den größten
Nationalparks der USA. Seinen Namen trägt der Park wegen der gelben Felsen im Grand
Canyon des Yellowstone. Er ist Teil der Rocky Mountains und hat eine durchschnittliche
Höhe von etwa 2.440 Meter über NN. Der höchste Punkt des Parks, Eagle Peak,
erreicht sogar eine Höhe von 3.462m. |
| Bild: |
 |
Nationalpark Everglades
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1979 |
| Erläuterung: |
Das aprikosenfarbene Morgenlicht tänzelt auf den silbrigen
Rippenwellen, der Morgennebel streicht träge über ein Meer von Binsengras, ein Reiher
gleitet als eleganter Schattenriss durch den Sonnenaufgang. Seit Tausenden von Jahren das
gleiche Schauspiel. Wenn die Sonne aus der Nacht hervorbricht, erwacht das Land in den
Seen von Kissimee. Das Wasser dieser Seen ist der Ursprung einer einzigartigen
Urlandschaft der Erde - den Everglades. Nur etwa 5 Meter Höhenunterschied sind es von den
Kissimmeeseen in Südflorida bis zum 500 Kilometer entfernten Golf von Mexiko. 30 Meter
legt das Wasser pro Tag zurück und braucht damit 40 Jahre bis es das Meer erreicht hat.
Als die spanischen Eroberer an der Küste Südfloridas auftauchten, bemerkten sie nicht,
dass die Urlandschaft, die sie vorfanden, Teil eines hochkomplexen selbstfließenden
Wasserkreislaufs war. Das Sumpfgebiet war gefährlich und sie hielten es für wertloses
Land. 300 Jahre später, Ende des 19. Jahrhunderts, legten Land- und Immobilienspekulanten
große Flächen des vermeintlich wertlosen Sumpfgebietes trocken. Sie ließen eigens
dafür den exotischen Melaleucabaum aus Australien einführen, der vier Mal so viel Wasser
brauchte, wie die heimischen Bäume und sich seuchenartig ausbreitete. 1,2 Millionen
Quadratmeter Feuchtgebiet wurde trockengelegt. Gemüse- und Zuckerrohrfarmen schoben sich
wie ein Riegel zwischen die Everglades. Der Wasserkreislauf wurde jäh unterbrochen.
Phosphor und Pestizide gelangten über riesige Bewässerungsanlagen ungefiltert ins
Grundwasser. Es hat lange gedauert, bis die Menschen in Florida begriffen, dass die
Everglades das Herzstück eines Wasserkreislaufs sind, von dem das eigene Überleben
abhängt. Ein Milliardenprojekt wurde ins Leben gerufen, das die Renaturierung der
Everglades zum Ziel hatte. Riesige Pumpwerke sollten von nun an den Wasserzufluss der
Sumpflandschaft regulieren. Doch das Paradies von einst ist fast verschwunden. 90 Prozent
der Wattvögel, die hier überwinterten, kommen nicht mehr wieder.
Viele der 1,5 Millionen Touristen, die jährlich die Sümpfe besuchen, rasen in
ohrenbetäubend lauten Airboats durch die Gräserlandschaft. Sie kommen meist am
Wochenende aus den nahegelegenen Städten Miami und Orlando, die wie ein Keil in die
Everglades gebaut wurden und ständig weiterwachsen. 850 Menschen siedeln sich täglich
dort an. Sie wollen grünen Rasen um ihre Häuser, kühle Swimmingpools und den Golfplatz
in nächster Nähe. 470 Liter Wasser verbrauchen sie pro Kopf und Tag, drei mal mehr als
der deutsche Durchschnitt.
Die Everglades sind noch immer in Gefahr. Auch wenn der Mensch jetzt bereit ist, sich an
die Gesetze der Natur zu halten. Es ist die letzte Chance für eine einzigartige
Urlandschaft der Erde - die letzte Chance der Everglades. |
| Bemerkung: |
Das Welterbekomitee hat den Nationalpark 1993 als
besonders gefährdet eingestuft. Die Ursachen für die Schädigungen des Parks sind
Übernutzung durch Tourismus, Verschmutzung durch Düngemittel, die Vergiftung des Fisch-
und Wildbestands durch Quecksilber und das Absinken des Wasserspiegels. Zur
Wiederherstellung des natürlichen Ökosystems sind umfangreiche Schutzmaßnahmen
erforderlich. |
| Bild: |
 |
Nationalpark Grand Canyon
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1979 |
| Erläuterung: |
Wer zum ersten Mal über den Rand dieses gewaltigen Einschnitts
der Erdkruste fliegt, ist - obwohl durch unzählige Fotos, Filme und Berichte vorbereitet
- überwältigt wie dramatisch diese Schlucht in Wirklichkeit ist. Es gibt Schluchten auf
dieser Erde die tiefer oder enger sind - so grandios wie der Grand Canyon, so
erfurchtgebietend, so faszinierend und so berühmt ist keine zweite. Im
Nordwesten Arizonas gelegen, besteht der Grand Canyon aus einer 1800 Meter tiefen
Schlucht, die eine Breite von bis zu 30 Kilometern erreicht und sich über rund 450
Kilometer Länge durch das bewaldete Kaibabplateau zieht. Geologen schätzen, daß sich
das Gebiet in den vergangenen vierzig bis fünfzig Millionen Jahren herausgebildet hat.
Für die europäischen Eroberer war der Canyon jahrhundertelang unbezwingbares
Niemandsland. Erst 1869 erforschte Major John Wesley Powell auf einer legendären
Befahrung des Colorado das Innere der großen Schlucht. Er gab ihr auch den Namen
"Grand Canyon".
Heute ist der Grand Canyon zusammen mit dem Empire State Building der am
meisten besuchte Ort der Vereinigten Staaten. Fünf Millionen Menschen kommen jedes Jahr.
"Treten Sie an den Rand des Grand Canyon, schauen Sie hinab, immer tiefer
in seine erschreckenden Abgründe. Dann erfahren Sie ihre eigene, völlige
Bedeutungslosigkeit."
So die amerikanische Psychologin M.E. Hart über die Wirkung dieses Naturwunders. Für
Simone de Beauvoir galt der Grand Canyon als "geheimnisvolles Sinnbild aller
Landschaften". |
| Bild: |
 |
Nationalparks Kluane, Wrangell-Saint-Elias (mit
kanadischem Teil) und Provinzpark Tatshenshini-Alsek
| Art: |
grenzüberschreitendes Naturdenkmal |
| seit: |
1979 |
| Bild: |
 |
Unabhängigkeitshalle in Philadelphia
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1979 |
| Erläuterung: |
Wenn es so etwas wie den Geburtsort der Vereinigten Staaten von
Amerika gibt, dann ist er in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Pennsylvania zu finden.
Dort wurde am 4. Juli 1776 die legendäre 'Declaration of Independence' verabschiedet, die
zur Gründung einer der mächtigsten Nationen dieser Erde führen sollte. Der
vielbeschworene 'Klang der Freiheit' war in Philadelphia gleich im doppelten Sinne zu
hören. In der Resolution: 'Dass alle Menschen gleich geschaffen sind', und in den
Schlägen der Turmglocke, welche die symbolträchtige Inschrift 'Proclaim Liberty' trug. |
Nationalpark Redwood
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1980 |
| Bild: |
 |
Nationalpark Mammuthöhlen
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1981 |
Nationalpark Olympic Mountains (N/1981)
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1981 |
Cahokia Mounds (vorgeschichtliche Siedlung))
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1982 |
Nationalpark Great Smoky Mountains
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1983 |
Festung La Fortaleza und Altstadt von San Juan
in Puerto Rico
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1983 |
| Erläuterung: |
Fast drei Jahrhunderte haben kluge Strategen und die besten
Militärarchiktekten der spanischen Krone daran gearbeitet, aus Puerto Ricos Hauptstadt
eine uneinnehmbare Festung zu machen.
1540 noch eine kleine Anlage, die eher einer mittelalterlichen Burg glich, konnte "La
Fortaleza" den Hafen durch seine ungünstige Lage auf der Innenseite der Halbinsel
nicht schützen. So wurde sie zur Residenz für den Gouverneur und damit zum
Regierungssitz umgebaut. Zur Verteidigung der Stadt errichtete man stattdessen die
Festungsanlage "El Morro", die weithin sichtbar an der Spitze der Insel ins Meer
hinaus ragt und mit seinen über vierzig Meter hohen Mauern die Hafeneinfahrt dominiert.
Britische und holländische Freibeuter versuchten immer wieder, Stadt und Insel
einzunehmen, bis Mitte des 18. Jahrhunderts ein in Irland geborener, spanischer
Feldmarschall, Alexander O'Reilly, die Anlagen von El Morro und der zur Landseite
gelegenen Festung San Cristobal so verstärkte, dass jeder Angriff sinnlos erscheinen
musste. Puerto Rico hatte sich damit eine der beindruckendsten Militäranlagen der Karibik
geschaffen. 1898, am Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges, übergab der letzte
Gouverneur des spanischen Königs die Insel kampflos an die Vereinigten Staaten. Die
entscheidenden Schlachten waren anderswo geschlagen worden und Spanien hatte für immer
seine Besitztümer in der Neuen Welt verloren. |
| Bild: |
 |
Freiheitsstatue
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1984 |
| Erläuterung: |
Aus der Ikone der Neuen Welt, dem Mythos der Freiheit, ist eine
Attraktion geworden. Wie kaum ein anderes Kunstwerk hat die Statue of Liberty die Gefühle
so vieler Menschen bewegt. Sie war ein Geburtstagsgeschenk der Franzosen zum 100.
Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Die Kolossalfigur entstand in der
Werkstatt des elsässer Bildhauers Frederic Auguste Bartholdi. In 300 Einzelteilen wurde
die schwere Dame in die USA geschifft. Gustav Eiffel entwarf das tragende Stahlgerüst -
ein Montagekunststück und ein Denkmal technischen Größenwahns. 46m kupfernes Standbild
auf einem 47m hohen Steinsockel begrüßte den ankommenden Einwanderer von Liberty Island
her und tut es noch heute. Ob all die Träume dieser Menschen in der neuen Heimat erfüllt
wurden, mag dahin gestellt sein. Die Statue zumindest versprach ihnen Hoffnung auf ein
besseres Leben in Amerika. |
| Bild: |
 |
Nationalpark Yosemite
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1984 |
| Erläuterung: |
'Ahwahnee', ein vor Staunen geöffneter Mund, diesen Namen hatten
die Indianer ursprünglich Yosemite gegeben. Und für John Muir, den legendären
amerikanischen Pionier, war das Tal in der Sierra Nevada Kaliforniens gar, 'das
glorreichste Wunder der Natur'. 'Yosemite' - 1864 vom amerikanischen Präsidenten Abraham
Lincoln als 'Public Preserve' dem Staat Kalifornien zugesprochen - 1890 zum Nationalpark
erklärt, und 1984 zum Weltnaturerbe - ist heute eines der am meisten besuchten
Naturwunder der USA. Millionen von Touristen bestaunen jedes Jahr die Granitfelsen El
Capitan oder Half Dome und vor allem die unzähligen Wasserfälle, die nach der
Schneeschmelze im Frühjahr zu Tal stürzen. Vier große Wasserfälle haben den Park
berühmt gemacht, und die Bilder vom Yosemite -, Vernal -, Nevada- oder Bridalveilfall
sind ein fester Bestandteil der amerikanischer Folklore. 'Es ist nicht entscheidend, was
man sieht, sondern wie man es sieht', hat einer der wichtigsten amerikanischen
Landschaftsfotografen, Ansel Adams, festgestellt und es ist ihm gelungen, in seinen
einmaligen schwarz-weiss Bildern, weniger die Wirklichkeit, als vielmehr die Gefühle des
Betrachters abzubilden. Mit einer Reise durch alle vier Jahreszeiten lässt sich dies auch
heute noch in Farbe nachvollziehen und dann entsteht - um noch einmal John Muir zu
zitieren - 'Ein atemberaubendes Wechselspiel'- nicht nur an der einen oder der anderen
Stelle - sondern überall wohin man schaut. |
| Bild: |
 |
Monticello und Universität von Virginia in
Charlottesville
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1987 |
| Erläuterung: |
Thomas Jefferson war nicht nur engagierter Politiker und dritter
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, er war auch einer der letzten großen
Universalgelehrten, der es verstand, all seine Erkenntnisse in den Dienst der Menschheit
zu stellen. Wissenschaft, Kunst und Politik betrachtete er als Ganzheit, die einem Volk zu
nützen habe. So sah der Politiker Thomas Jefferson die
Unabhängigkeitserklärung, in der er allen Menschen das Recht auf Freiheit und
Selbstbestimmung bescheinigte, als ersten Schritt in eine umfassende, geistig-kulturelle
Unabhängigkeit vom britischen Mutterland. Deren sichtbares Zeichen sollte für den
Architekten Jefferson eine neue, am Neoklassizismus orientierte Architektur sein, die sich
stolz von dem, wie er sagte, "missgestalteten Haufen kolonialer Architektur"
abhob. Mit seinem Landsitz Monticello, im Westen Virginias gelegen, kreierte der
präsidiale Architekt sozusagen den Prototyp dafür. Das Haus, an dem er sein halbes Leben
baute, wurde zum Sinnbild seiner politischen und ästhetischen Ideale und somit zu einer
konkreten Utopie des überzeugten Aufklärers.
Der zweite, große Lebenstraum des Thomas Jefferson nahm 10 Jahre vor seinem Tod -
ebenfalls neoklassizistische - Formen an. Mit dem Bau der Universität von Virginia
vollendet der Autodidakt am Ende seines Lebens gewissermaßen die
Unabhängigkeitserklärung, die, als Grundrecht eines jeden, das Streben nach Glück
festschreibt. Ohne Bildung ist für ihn dieser Streben erfolglos, denn nur sie ermöglicht
eine sinnvolle Partizipation am Staat.
Mit Monticello und der Universität von Virginia hat Thomas Jefferson zwei herausragende
Kunstwerke geschaffen, die seine Ideale der Aufklärung spiegeln und von den gleichen
Prinzipien inspiriert sind wie seine Unabhängigkeitserklärung. |
| Bild: |
 |
Historischer Nationalpark Chaco
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1987 |
Nationalpark Vulkane von Hawaii
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1987 |
| Erläuterung: |
Vor mehr als elf Millionen Jahren - lange bevor Menschen die Erde
bewohnten - riss tief im Ozean der Meeresboden. Lava strömte aus. Über Jahrtausende
formten sich so die Inseln von Hawaii aus fünf Vulkanen. Eine
hawaiianische Legende erzählt, dass Pele, die Göttin des Feuers, durch die Vereinigung
von Himmel und Erde geboren wurde. Vor ihrer eifersüchtigen Schwester, der Meeresgöttin,
musste sie fliehen. Auf der großen Insel von Hawaii fand Pele im Hulem´umaú-Krater eine
sichere Heimat. Von hier spuckt
sie Felsen und flüssige Lava und manchmal, für wenige Augenblicke zeigt sie sich auch in
den Feuern des Kilauea.
Der Kilauea ist der aktivste Vulkan auf Erden. Seit 1983 sprudelt die Lava
ununterbrochen. Sie hat über 65 Quadratkilometer von Hawaii unter sich begraben. An
manchen Stellen ist der Lavamantel 24 Meter stark. Aber der Kilauea hat nicht nur
Regenwälder, Strände und Häuser zerstört, er hat auch mehr als zwei Quadratkilometer
neues Land geschaffen.
Die Gewalt des Kilauea, Heimat der Feuergöttin Pele, aber lässt sich nicht
zähmen. Im Angesicht der unberechenbaren Naturgewalten von Hawaii werden wir Menschen
immer an unsere Vergänglichkeit erinnert. |
| Bild: |
|
Pueblo (Indianerdorf) Taos
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1992 |
| Erläuterung: |
Im Tal des Rio Grande in New Mexico, rund 70 Meilen nördlich von
Santa Fe, liegt das wahrscheinlich älteste Dorf der USA: Taos Pueblo. Im 10. Jahrhundert
ließen sich hier Nachfahren der Anasazin-Indianer nieder. Seit damals
hat sich dieser Ort kaum verändert. Um die vom Taos Pueblo River durchflossene Plaza
gruppieren sich zwei, im Adobestil erbaute, Langhäuser, zwei Kirchen und mehrere Kivas.
Auf der Südseite stehen mehrere einstöckige Bauten. Vor den Häusern erheben sich
igluartige Brotbacköfen sowie hölzerne Gestelle zum Trocknen von Früchten oder zur
Lagerung von Holz. Die Taos-Indianer betreiben Landwirtschaft, Pferde- und Rinderzucht
oder gehen außerhalb des Pueblos zur Arbeit.
Die Bewohner von Taos gelten als besonders traditionsbewußt und religiös. Sie
leben im Einklang mit der Natur. Diese Harmonie, sagen sie, darf nicht gestört werden,
wenn sie außer Balance gerät ist die menschliche Existenz gefährdet. Alles was der
Mensch von der Natur bekommt, muß er ihr auch wieder zurückgeben. |
| Bild: |
 |
Karlsbader Höhlen-Nationalpark
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1995 |
| Bild: |
 |
Friedenspark Waterton Naturpark (Kanada) und
Glacier Naturpark
| Art: |
grenzüberschreitendes Naturdenkmal |
| seit: |
1995 |
| Erläuterung: |
Der Glacier-Nationalpark befindet sich in Montana und wurde am 11.
Mai 1910 eingerichtet. Der Park ist 4047 km² groß und schützt eine Gebirgs-, Wald-, und
Seenlandschaft. Im Norden grenzt auf kanadischer Seite der Waterton Lakes National Park an
den Park. Beide Parks zusammen wurden 1932 zu einem "Internationalen
Friedenspark" ernannt, 1976 als Biosphärenreservate und 1995 zum Welterbe erklärt. Der
Park enthält zahlreiche Berge, Wasserfälle, große und kleine Seen und ein paar schnell
abschmelzende Gletscher. Der "Triple Divide Peak" ist ein Berg, der einen Teil
der Wasserscheide zwischen dem pazifischen Ozean, der Hudson Bay und dem Golf von Mexiko
bildet. Die größeren Seen des Parks sind der "Lake McDonald", der "Two
Medicine Lake", "St Mary Lake" und der "Lake Sherburne". Der
Nordarm des Flathead Rivers bildet die Westgrenze des Parks.
Im Park gibt es etwa 50 kleinere Gletscher. Deren Größe reicht von 1,74km²
beim Blackfoot-Gletscher bis hin zu 0,06 km² beim Gem-Glescher. Insgesamt beträgt die
vergletscherte Fläche im Park 27 km². Weitere bekannte Gletscher sind der
Grinnel-Glatscher, der Salamander- und der Jackson-Gletscher. 1850 gab es auf dem Gebiet
des heutigen Parkes noch etwa 150 Gletscher und die Größe der heute noch existierenden
Gletscher ist auf etwa ein Drittel der damaligen Größe geschrumpft. Es wird angenommen,
dass 2030 die Gletscher des Parks komplett abgeschmolzen sein werden.
Die "Great Northern Railway"-Gesellschaft betrieb um 1891 eine
Bahnlinie südlich des heutigen Parks. 1900 wurde die Gegend als Waldschutzgebiet
ausgewiesen. Bergbau war zwar noch erlaubt aber war nicht rentabel. 1910 baute die
Eisenbahngesellschaft eine Reihe Hotels und Häuser im Stil der Schweizer Berghöfe, um
den Tourismus anzukurbeln. Die Urlauber konnten mit Pferden zwischen den einzelnen
Unterkünften hin und her reisen. Viele dieser Unterkünfte sind bis heute in Betrieb.
Diese Art von Tourismusgeschäft wie sie die "Great Northern Railway" als
"American Alps" Projekt in dem Gebiet betrieb wurde zum Beispiel von der
Northern Pacific Railroad im Yellowstone- Nationalpark und von der Atchison, Topeka, and
Santa Fe Railroad am Grand Canyon betrieben.
Auf einigen der größeren Seen gibt es Touren in Holzbooten, von denen einige
bis auf das Jahr 1920 zurückreichen. Die "Going-to-the-sun Road" von 1932 ist
die einzige Straße die den Park durchquert und dabe über die kontinentale Wasserscheide
ab Logan Pass führt. Auf dieser Strecke werden Bustouren angeboten.
Im Park gibt es 1100 km Wanderwege sowie Reitwege. Einige Wege die für
Fahrräder geeignet sind, sind auch vorhanden.
Der Park ist die Heimat des Grizzlybären, des Schwarzbären sowie der
Bergziege, des Bergschafes, und Elchen.
Angrenzend an den Park liegen die Indianerreservation der Blackfeet, der Flathead
National Forest, die Great Bear Wilderness, der Lewis and Clark National
Forest, in den USA und der Waterton Lakes Nationalpark, der Akamina-Kishinena
Provincial Park und der Flathead Provincial Forest in Kanada.
2003 wurden rund 10% der Waldfläche des Parkes durch Waldbrände zerstört. |
| Bild: |
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