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Nationalpark Mesa Verde

Art: Naturdenkmal
seit: 1978
Erläuterung: Steinerne Städte voller Geheimnisse und spektakulär in die Felswände eines Bergmassivs hineingebaut - das ist Mesa Verde. Der Name "Grüner Tisch" stammte von den ersten spanischen Einwanderen. Sie charakterisierten damit treffend die Tafelberge des Hochplateaus im Westen der USA.

An einem kalten Dezembertag im Jahr 1888 entdeckten zwei Cowboys - auf der Suche nach entlaufenen Rindern in Mesa Verde - Pueblosiedlungen, in denen einst Hunderte von Indianern gelebt haben mussten. Doch wo waren die Bewohner? Erst Wissenschaftler gelang es das Rätsel zu lösen. Die geheimnissvollen Bauwerke wurden einem, bis dahin ebenso geheimnissvollen Indianerstamm zugeschrieben, dessen Name "Anasazis" nur aus Legenden bekannt war. Die "Ahnen" oder "ehrwürdigen Alten" sollten sich vor über 1400 Jahren auf der fruchtbaren Hochebene niedergelassen - und eine, im Norden Amerikas völlig untypische - fast städtische Kultur entwickelt haben.


Ob in ihrem sozialen Gefüge, der Architektur, oder ihren Kunstwerken, in allen Bereichen schienen sie, den zur gleichen Zeit durch das Land ziehenden Nomadenstämmen, weit überlegen. Vor allem in ihrer Töpferkunst zeigten die Anasazis eine faszinierende Formensprache, die gleichzeitig so revolutionär und einfach war, dass sie sogar noch heute ungewöhnlich modern wirkt. Die Ornamentik - meist nur schwarz-weiß, schien die harten Lichtkontraste in den Siedlungen und Canyons zu spiegeln. Nach einer langen Blütezeit von fast 700 Jahren verließen die Anasazis um 1200 plötzlich ihre Siedlungen in Mesa Verde und über die Gründe für diesen plötzlichen Exitus wird auch heute noch spekuliert.

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass im Untergang dieses Indianerstammes auch das Geheimnis des Erhalts seiner Siedlungen steckte. Hätten die Anasazis in Mesa Verde ihren Traum von einer sesshaften und blühenden Gemeinschaft verwirklichen können, wären sie von den Einwanderern aus Europa genauso gnadenlos bekämpft worden, wie alle anderen Stämme des nordamerikanischen Kontinents. So blieben ihre Bauten aber jahrhundertelang vergessen und zeugen auch heute noch von ihrer einmaligen und unvergleichlichen Kultur.Städte voller Geheimnisse und spektakulär in die Felswände eines Bergmassivs hineingebaut - das ist Mesa Verde. Der Name "Grüner Tisch" stammte von den ersten spanischen Einwanderen. Sie charakterisierten damit treffend die Tafelberge des Hochplateaus im Westen der USA.
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Nationalpark Yellowstone

Art: Naturdenkmal
seit: 1978
Erläuterung: Der in den US-Bundesstaaten Wyoming (96%), Montana (3%) und Idaho (1%) gelegene Yellowstone-Nationalpark wurde am 1. März 1872 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark der Welt. Mit seinen 8.983 km² Fläche gehört er zu den größten Nationalparks der USA. Seinen Namen trägt der Park wegen der gelben Felsen im Grand Canyon des Yellowstone. Er ist Teil der Rocky Mountains und hat eine durchschnittliche Höhe von etwa 2.440 Meter über NN. Der höchste Punkt des Parks, Eagle Peak, erreicht sogar eine Höhe von 3.462m.
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Nationalpark Everglades

Art: Naturdenkmal
seit: 1979
Erläuterung: Das aprikosenfarbene Morgenlicht tänzelt auf den silbrigen Rippenwellen, der Morgennebel streicht träge über ein Meer von Binsengras, ein Reiher gleitet als eleganter Schattenriss durch den Sonnenaufgang. Seit Tausenden von Jahren das gleiche Schauspiel. Wenn die Sonne aus der Nacht hervorbricht, erwacht das Land in den Seen von Kissimee. Das Wasser dieser Seen ist der Ursprung einer einzigartigen Urlandschaft der Erde - den Everglades. Nur etwa 5 Meter Höhenunterschied sind es von den Kissimmeeseen in Südflorida bis zum 500 Kilometer entfernten Golf von Mexiko. 30 Meter legt das Wasser pro Tag zurück und braucht damit 40 Jahre bis es das Meer erreicht hat.

Als die spanischen Eroberer an der Küste Südfloridas auftauchten, bemerkten sie nicht, dass die Urlandschaft, die sie vorfanden, Teil eines hochkomplexen selbstfließenden Wasserkreislaufs war. Das Sumpfgebiet war gefährlich und sie hielten es für wertloses Land. 300 Jahre später, Ende des 19. Jahrhunderts, legten Land- und Immobilienspekulanten große Flächen des vermeintlich wertlosen Sumpfgebietes trocken. Sie ließen eigens dafür den exotischen Melaleucabaum aus Australien einführen, der vier Mal so viel Wasser brauchte, wie die heimischen Bäume und sich seuchenartig ausbreitete. 1,2 Millionen Quadratmeter Feuchtgebiet wurde trockengelegt. Gemüse- und Zuckerrohrfarmen schoben sich wie ein Riegel zwischen die Everglades. Der Wasserkreislauf wurde jäh unterbrochen. Phosphor und Pestizide gelangten über riesige Bewässerungsanlagen ungefiltert ins Grundwasser. Es hat lange gedauert, bis die Menschen in Florida begriffen, dass die Everglades das Herzstück eines Wasserkreislaufs sind, von dem das eigene Überleben abhängt. Ein Milliardenprojekt wurde ins Leben gerufen, das die Renaturierung der Everglades zum Ziel hatte. Riesige Pumpwerke sollten von nun an den Wasserzufluss der Sumpflandschaft regulieren. Doch das Paradies von einst ist fast verschwunden. 90 Prozent der Wattvögel, die hier überwinterten, kommen nicht mehr wieder.

Viele der 1,5 Millionen Touristen, die jährlich die Sümpfe besuchen, rasen in ohrenbetäubend lauten Airboats durch die Gräserlandschaft. Sie kommen meist am Wochenende aus den nahegelegenen Städten Miami und Orlando, die wie ein Keil in die Everglades gebaut wurden und ständig weiterwachsen. 850 Menschen siedeln sich täglich dort an. Sie wollen grünen Rasen um ihre Häuser, kühle Swimmingpools und den Golfplatz in nächster Nähe. 470 Liter Wasser verbrauchen sie pro Kopf und Tag, drei mal mehr als der deutsche Durchschnitt.

Die Everglades sind noch immer in Gefahr. Auch wenn der Mensch jetzt bereit ist, sich an die Gesetze der Natur zu halten. Es ist die letzte Chance für eine einzigartige Urlandschaft der Erde - die letzte Chance der Everglades.
Bemerkung: Das Welterbekomitee hat den Nationalpark 1993 als besonders gefährdet eingestuft. Die Ursachen für die Schädigungen des Parks sind Übernutzung durch Tourismus, Verschmutzung durch Düngemittel, die Vergiftung des Fisch- und Wildbestands durch Quecksilber und das Absinken des Wasserspiegels. Zur Wiederherstellung des natürlichen Ökosystems sind umfangreiche Schutzmaßnahmen erforderlich.
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Nationalpark Grand Canyon

Art: Naturdenkmal
seit: 1979
Erläuterung: Wer zum ersten Mal über den Rand dieses gewaltigen Einschnitts der Erdkruste fliegt, ist - obwohl durch unzählige Fotos, Filme und Berichte vorbereitet - überwältigt wie dramatisch diese Schlucht in Wirklichkeit ist. Es gibt Schluchten auf dieser Erde die tiefer oder enger sind - so grandios wie der Grand Canyon, so erfurchtgebietend, so faszinierend und so berühmt ist keine zweite.

Im Nordwesten Arizonas gelegen, besteht der Grand Canyon aus einer 1800 Meter tiefen Schlucht, die eine Breite von bis zu 30 Kilometern erreicht und sich über rund 450 Kilometer Länge durch das bewaldete Kaibabplateau zieht. Geologen schätzen, daß sich das Gebiet in den vergangenen vierzig bis fünfzig Millionen Jahren herausgebildet hat.

Für die europäischen Eroberer war der Canyon jahrhundertelang unbezwingbares Niemandsland. Erst 1869 erforschte Major John Wesley Powell auf einer legendären Befahrung des Colorado das Innere der großen Schlucht. Er gab ihr auch den Namen "Grand Canyon".

Heute ist der Grand Canyon zusammen mit dem Empire State Building der am meisten besuchte Ort der Vereinigten Staaten. Fünf Millionen Menschen kommen jedes Jahr.

"Treten Sie an den Rand des Grand Canyon, schauen Sie hinab, immer tiefer in seine erschreckenden Abgründe. Dann erfahren Sie ihre eigene, völlige Bedeutungslosigkeit."
So die amerikanische Psychologin M.E. Hart über die Wirkung dieses Naturwunders. Für Simone de Beauvoir galt der Grand Canyon als "geheimnisvolles Sinnbild aller Landschaften".

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Nationalparks Kluane, Wrangell-Saint-Elias (mit kanadischem Teil) und Provinzpark Tatshenshini-Alsek

Art: grenzüberschreitendes Naturdenkmal
seit: 1979
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Unabhängigkeitshalle in Philadelphia

Art: Kulturdenkmal
seit: 1979
Erläuterung: Wenn es so etwas wie den Geburtsort der Vereinigten Staaten von Amerika gibt, dann ist er in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Pennsylvania zu finden. Dort wurde am 4. Juli 1776 die legendäre 'Declaration of Independence' verabschiedet, die zur Gründung einer der mächtigsten Nationen dieser Erde führen sollte. Der vielbeschworene 'Klang der Freiheit' war in Philadelphia gleich im doppelten Sinne zu hören. In der Resolution: 'Dass alle Menschen gleich geschaffen sind', und in den Schlägen der Turmglocke, welche die symbolträchtige Inschrift 'Proclaim Liberty' trug.

Nationalpark Redwood

Art: Naturdenkmal
seit: 1980
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Nationalpark Mammuthöhlen

Art: Naturdenkmal
seit: 1981

Nationalpark Olympic Mountains (N/1981)

Art: Naturdenkmal
seit: 1981

Cahokia Mounds (vorgeschichtliche Siedlung))

Art: Kulturdenkmal
seit: 1982

Nationalpark Great Smoky Mountains

Art: Naturdenkmal
seit: 1983

Festung La Fortaleza und Altstadt von San Juan in Puerto Rico

Art: Kulturdenkmal
seit: 1983
Erläuterung: Fast drei Jahrhunderte haben kluge Strategen und die besten Militärarchiktekten der spanischen Krone daran gearbeitet, aus Puerto Ricos Hauptstadt eine uneinnehmbare Festung zu machen.

1540 noch eine kleine Anlage, die eher einer mittelalterlichen Burg glich, konnte "La Fortaleza" den Hafen durch seine ungünstige Lage auf der Innenseite der Halbinsel nicht schützen. So wurde sie zur Residenz für den Gouverneur und damit zum Regierungssitz umgebaut. Zur Verteidigung der Stadt errichtete man stattdessen die Festungsanlage "El Morro", die weithin sichtbar an der Spitze der Insel ins Meer hinaus ragt und mit seinen über vierzig Meter hohen Mauern die Hafeneinfahrt dominiert. Britische und holländische Freibeuter versuchten immer wieder, Stadt und Insel einzunehmen, bis Mitte des 18. Jahrhunderts ein in Irland geborener, spanischer Feldmarschall, Alexander O'Reilly, die Anlagen von El Morro und der zur Landseite gelegenen Festung San Cristobal so verstärkte, dass jeder Angriff sinnlos erscheinen musste. Puerto Rico hatte sich damit eine der beindruckendsten Militäranlagen der Karibik geschaffen. 1898, am Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges, übergab der letzte Gouverneur des spanischen Königs die Insel kampflos an die Vereinigten Staaten. Die entscheidenden Schlachten waren anderswo geschlagen worden und Spanien hatte für immer seine Besitztümer in der Neuen Welt verloren.
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Freiheitsstatue

Art: Kulturdenkmal
seit: 1984
Erläuterung: Aus der Ikone der Neuen Welt, dem Mythos der Freiheit, ist eine Attraktion geworden. Wie kaum ein anderes Kunstwerk hat die Statue of Liberty die Gefühle so vieler Menschen bewegt. Sie war ein Geburtstagsgeschenk der Franzosen zum 100. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Die Kolossalfigur entstand in der Werkstatt des elsässer Bildhauers Frederic Auguste Bartholdi. In 300 Einzelteilen wurde die schwere Dame in die USA geschifft. Gustav Eiffel entwarf das tragende Stahlgerüst - ein Montagekunststück und ein Denkmal technischen Größenwahns. 46m kupfernes Standbild auf einem 47m hohen Steinsockel begrüßte den ankommenden Einwanderer von Liberty Island her und tut es noch heute. Ob all die Träume dieser Menschen in der neuen Heimat erfüllt wurden, mag dahin gestellt sein. Die Statue zumindest versprach ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben in Amerika.
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Nationalpark Yosemite

Art: Naturdenkmal
seit: 1984
Erläuterung: 'Ahwahnee', ein vor Staunen geöffneter Mund, diesen Namen hatten die Indianer ursprünglich Yosemite gegeben. Und für John Muir, den legendären amerikanischen Pionier, war das Tal in der Sierra Nevada Kaliforniens gar, 'das glorreichste Wunder der Natur'. 'Yosemite' - 1864 vom amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln als 'Public Preserve' dem Staat Kalifornien zugesprochen - 1890 zum Nationalpark erklärt, und 1984 zum Weltnaturerbe - ist heute eines der am meisten besuchten Naturwunder der USA. Millionen von Touristen bestaunen jedes Jahr die Granitfelsen El Capitan oder Half Dome und vor allem die unzähligen Wasserfälle, die nach der Schneeschmelze im Frühjahr zu Tal stürzen. Vier große Wasserfälle haben den Park berühmt gemacht, und die Bilder vom Yosemite -, Vernal -, Nevada- oder Bridalveilfall sind ein fester Bestandteil der amerikanischer Folklore. 'Es ist nicht entscheidend, was man sieht, sondern wie man es sieht', hat einer der wichtigsten amerikanischen Landschaftsfotografen, Ansel Adams, festgestellt und es ist ihm gelungen, in seinen einmaligen schwarz-weiss Bildern, weniger die Wirklichkeit, als vielmehr die Gefühle des Betrachters abzubilden. Mit einer Reise durch alle vier Jahreszeiten lässt sich dies auch heute noch in Farbe nachvollziehen und dann entsteht - um noch einmal John Muir zu zitieren - 'Ein atemberaubendes Wechselspiel'- nicht nur an der einen oder der anderen Stelle - sondern überall wohin man schaut.
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Monticello und Universität von Virginia in Charlottesville

Art: Kulturdenkmal
seit: 1987
Erläuterung: Thomas Jefferson war nicht nur engagierter Politiker und dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, er war auch einer der letzten großen Universalgelehrten, der es verstand, all seine Erkenntnisse in den Dienst der Menschheit zu stellen. Wissenschaft, Kunst und Politik betrachtete er als Ganzheit, die einem Volk zu nützen habe.

So sah der Politiker Thomas Jefferson die Unabhängigkeitserklärung, in der er allen Menschen das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung bescheinigte, als ersten Schritt in eine umfassende, geistig-kulturelle Unabhängigkeit vom britischen Mutterland. Deren sichtbares Zeichen sollte für den Architekten Jefferson eine neue, am Neoklassizismus orientierte Architektur sein, die sich stolz von dem, wie er sagte, "missgestalteten Haufen kolonialer Architektur" abhob. Mit seinem Landsitz Monticello, im Westen Virginias gelegen, kreierte der präsidiale Architekt sozusagen den Prototyp dafür. Das Haus, an dem er sein halbes Leben baute, wurde zum Sinnbild seiner politischen und ästhetischen Ideale und somit zu einer konkreten Utopie des überzeugten Aufklärers.

Der zweite, große Lebenstraum des Thomas Jefferson nahm 10 Jahre vor seinem Tod - ebenfalls neoklassizistische - Formen an. Mit dem Bau der Universität von Virginia vollendet der Autodidakt am Ende seines Lebens gewissermaßen die Unabhängigkeitserklärung, die, als Grundrecht eines jeden, das Streben nach Glück festschreibt. Ohne Bildung ist für ihn dieser Streben erfolglos, denn nur sie ermöglicht eine sinnvolle Partizipation am Staat.

Mit Monticello und der Universität von Virginia hat Thomas Jefferson zwei herausragende Kunstwerke geschaffen, die seine Ideale der Aufklärung spiegeln und von den gleichen Prinzipien inspiriert sind wie seine Unabhängigkeitserklärung.

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Historischer Nationalpark Chaco

Art: Kulturdenkmal
seit: 1987

Nationalpark Vulkane von Hawaii

Art: Naturdenkmal
seit: 1987
Erläuterung: Vor mehr als elf Millionen Jahren - lange bevor Menschen die Erde bewohnten - riss tief im Ozean der Meeresboden. Lava strömte aus. Über Jahrtausende formten sich so die Inseln von Hawaii aus fünf Vulkanen.

Eine hawaiianische Legende erzählt, dass Pele, die Göttin des Feuers, durch die Vereinigung von Himmel und Erde geboren wurde. Vor ihrer eifersüchtigen Schwester, der Meeresgöttin, musste sie fliehen. Auf der großen Insel von Hawaii fand Pele im Hulem´umaú-Krater eine sichere Heimat. Von hier spuckt
sie Felsen und flüssige Lava und manchmal, für wenige Augenblicke zeigt sie sich auch in den Feuern des Kilauea.

Der Kilauea ist der aktivste Vulkan auf Erden. Seit 1983 sprudelt die Lava ununterbrochen. Sie hat über 65 Quadratkilometer von Hawaii unter sich begraben. An manchen Stellen ist der Lavamantel 24 Meter stark. Aber der Kilauea hat nicht nur Regenwälder, Strände und Häuser zerstört, er hat auch mehr als zwei Quadratkilometer neues Land geschaffen.

Die Gewalt des Kilauea, Heimat der Feuergöttin Pele, aber lässt sich nicht zähmen. Im Angesicht der unberechenbaren Naturgewalten von Hawaii werden wir Menschen immer an unsere Vergänglichkeit erinnert.

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Pueblo (Indianerdorf) Taos

Art: Naturdenkmal
seit: 1992
Erläuterung: Im Tal des Rio Grande in New Mexico, rund 70 Meilen nördlich von Santa Fe, liegt das wahrscheinlich älteste Dorf der USA: Taos Pueblo. Im 10. Jahrhundert ließen sich hier Nachfahren der Anasazin-Indianer nieder.

Seit damals hat sich dieser Ort kaum verändert. Um die vom Taos Pueblo River durchflossene Plaza gruppieren sich zwei, im Adobestil erbaute, Langhäuser, zwei Kirchen und mehrere Kivas. Auf der Südseite stehen mehrere einstöckige Bauten. Vor den Häusern erheben sich igluartige Brotbacköfen sowie hölzerne Gestelle zum Trocknen von Früchten oder zur Lagerung von Holz. Die Taos-Indianer betreiben Landwirtschaft, Pferde- und Rinderzucht oder gehen außerhalb des Pueblos zur Arbeit.

Die Bewohner von Taos gelten als besonders traditionsbewußt und religiös. Sie leben im Einklang mit der Natur. Diese Harmonie, sagen sie, darf nicht gestört werden, wenn sie außer Balance gerät ist die menschliche Existenz gefährdet. Alles was der Mensch von der Natur bekommt, muß er ihr auch wieder zurückgeben.

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Karlsbader Höhlen-Nationalpark

Art: Naturdenkmal
seit: 1995
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Friedenspark Waterton Naturpark (Kanada) und Glacier Naturpark

Art: grenzüberschreitendes Naturdenkmal
seit: 1995
Erläuterung: Der Glacier-Nationalpark befindet sich in Montana und wurde am 11. Mai 1910 eingerichtet. Der Park ist 4047 km² groß und schützt eine Gebirgs-, Wald-, und Seenlandschaft. Im Norden grenzt auf kanadischer Seite der Waterton Lakes National Park an den Park. Beide Parks zusammen wurden 1932 zu einem "Internationalen Friedenspark" ernannt, 1976 als Biosphärenreservate und 1995 zum Welterbe erklärt.

Der Park enthält zahlreiche Berge, Wasserfälle, große und kleine Seen und ein paar schnell abschmelzende Gletscher. Der "Triple Divide Peak" ist ein Berg, der einen Teil der Wasserscheide zwischen dem pazifischen Ozean, der Hudson Bay und dem Golf von Mexiko bildet. Die größeren Seen des Parks sind der "Lake McDonald", der "Two Medicine Lake", "St Mary Lake" und der "Lake Sherburne". Der Nordarm des Flathead Rivers bildet die Westgrenze des Parks.

Im Park gibt es etwa 50 kleinere Gletscher. Deren Größe reicht von 1,74km² beim Blackfoot-Gletscher bis hin zu 0,06 km² beim Gem-Glescher. Insgesamt beträgt die vergletscherte Fläche im Park 27 km². Weitere bekannte Gletscher sind der Grinnel-Glatscher, der Salamander- und der Jackson-Gletscher. 1850 gab es auf dem Gebiet des heutigen Parkes noch etwa 150 Gletscher und die Größe der heute noch existierenden Gletscher ist auf etwa ein Drittel der damaligen Größe geschrumpft. Es wird angenommen, dass 2030 die Gletscher des Parks komplett abgeschmolzen sein werden.

Die "Great Northern Railway"-Gesellschaft betrieb um 1891 eine Bahnlinie südlich des heutigen Parks. 1900 wurde die Gegend als Waldschutzgebiet ausgewiesen. Bergbau war zwar noch erlaubt aber war nicht rentabel. 1910 baute die Eisenbahngesellschaft eine Reihe Hotels und Häuser im Stil der Schweizer Berghöfe, um den Tourismus anzukurbeln. Die Urlauber konnten mit Pferden zwischen den einzelnen Unterkünften hin und her reisen. Viele dieser Unterkünfte sind bis heute in Betrieb. Diese Art von Tourismusgeschäft wie sie die "Great Northern Railway" als "American Alps" Projekt in dem Gebiet betrieb wurde zum Beispiel von der Northern Pacific Railroad im Yellowstone- Nationalpark und von der Atchison, Topeka, and Santa Fe Railroad am Grand Canyon betrieben.

Auf einigen der größeren Seen gibt es Touren in Holzbooten, von denen einige bis auf das Jahr 1920 zurückreichen. Die "Going-to-the-sun Road" von 1932 ist die einzige Straße die den Park durchquert und dabe über die kontinentale Wasserscheide ab Logan Pass führt. Auf dieser Strecke werden Bustouren angeboten.

Im Park gibt es 1100 km Wanderwege sowie Reitwege. Einige Wege die für Fahrräder geeignet sind, sind auch vorhanden.

Der Park ist die Heimat des Grizzlybären, des Schwarzbären sowie der Bergziege, des Bergschafes, und Elchen.

Angrenzend an den Park liegen die Indianerreservation der Blackfeet, der Flathead National Forest, die Great Bear Wilderness, der Lewis and Clark National Forest, in den USA und der Waterton Lakes Nationalpark, der Akamina-Kishinena Provincial Park und der Flathead Provincial Forest in Kanada.

2003 wurden rund 10% der Waldfläche des Parkes durch Waldbrände zerstört.

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