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Historischer Nationalpark (Wikingersiedlung)
"L'Anse aux Meadows"
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1978 |
| Erläuterung: |
L'Anse aux Meadows ist eine Wikingersiedlung auf Neufundland. Sie
liegt am nördlichsten Zipfel der Insel. Sie wurde ab 1961 von Helge
und Stine Ingstadt ausgegraben. Die Siedlung bestand aus mehreren Häusern sowie einer
Schmiede, in der Raseneisen verarbeitet wurde, welches die Indianer nicht kannten. Es
handelt sich um die einzige sicher nachgewiesene Wikingersiedlung in Nordamerika. Zwei
Häuser wurden (fast) originalgetreu nachgebaut und sind heute eine Touristenattraktion.
Vermutlich wurde die Siedlung um das Jahr 1000 n. Chr. angelegt,
möglicherweise von Leif Erikssons Expedition. Es könnte sich um Markland oder Vinland
handeln. Die Siedlung war wahrscheinlich nur wenige Jahre bewohnt. Darauf deuten
einerseits die Sagas, die von Kämpfen mit Eingeborenen (ob Indianer oder Eskimos, geht
aus den Texten nicht hervor) berichten, andererseits der archöologische Befund. So wurden
in der Schmiede nur wenige Schlacken gefunden, es wurden maximal einige kg an Eisen
erschmiedet. |
Nationalpark Nahanni
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1978 |
| Bild: |
 |
Dinosaurier-Provinzpark
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1979 |
| Bild: |
 |
Nationalparks Kluane, Wrangell-Saint-Elias (mit
amerikanischem Teil) und Provinzpark Tatshenshini-Alsek
| Art: |
grenzüberschreitendes Naturdenkmal |
| seit: |
1979 |
Anthony-Insel
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1981 |
| Bild: |
 |
Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons
("Head Smashed-in Bison Jump")
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1981 |
| Erläuterung: |
Der "Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons" ist ein Ort
der an eine Zeit erinnert, in der sich Amerikas Ureinwohner das Land mit den Bisons
teilten. "Head-Smashed- In Buffalo Jump" gilt als einer der ältesten und
besterhaltenen Jagdplätze in Nordamerika. 1981 wurde
"Head-Smashed-In" von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Der Abgrund liegt
in der kanadischen Provinz Alberta, etwa 175 Kilometer südlich von Calgary. Die
Ausläufer der Rocky Mountains gehen hier in die Great Plains, ein halbtrockenes Vorland,
über.
Bei der historischen Bisonjagd versuchten getarnte Jäger die Tiere in eine
Richtung zu locken, aus der sie nur auf einen Abgrund fliehen konnten. Wenn sich Tiere aus
der Herde der Klippe näherten, tauchten schreiend und winkend weitere Indianer auf. Sie
umzingelten die erschrockene Herde, die in Panik auf den Abgrund rannte. Die ersten
Bisons versuchten meist an der Kante zu stoppen, wurden aber von den nachfolgenden Tieren
überrannt. Sie stürzten sich wie die Lemminge in den Tod.
Seinen Namen verdankt "Head-Smashed-In" übrigens nicht den
getöteten Bisons, sondern einer Legende. Ein junger Krieger wollte die herabstürzenden
Tiere aus nächster Nähe beobachten. Er stellte sich ganz eng an die Wände der Klippe,
die Bisons stürzten vor ihm zu Tode. An diesem Tag war freilich die dem Exitus geweihte
Herde größer als sonst. Immer mehr stürzten herab und erdrückten den jungen Mann an
dem steilen Fels. Die Blackfoot nannten die Stelle "where he got his head smashed
in", "wo sein Schädel zerschmettert wurde". |
| Bild: |
 |
Nationalpark Wood Buffalo
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1983 |
National- und Provinzialparks in den kanadischen
Rocky Mountains
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1984 |
| Erläuterung: |
Eigentlich reichen die Rocky Mountains von Alaska bis Neu Mexiko,
4500 Kilometer weit. Anfangs war dieses Gebirge dem jungen Staat ein unüberwindbares
Hindernis zwischen der Westküste und dem übrigen Kanada. Ende des 19. Jahrhunderts baute
man deshalb eine Eisenbahn quer durch die Rocky Mountains. Diese Bahn ist noch heute in
Betrieb. Und rentabel ist sie auch. Eine Straße wurde erst später gebaut. Nicht nur eine
Straße über die Rockies, sondern auch eine Panoramastraße, den Icefield Parkway. Mit
ihm hat Kanada die schönsten Gletscher seiner Rockies für den Autofahrer erschlossen,
dazu Flüsse, Seen, Täler - eine grandiose Landschaft, die während des kurzen Sommers
Millionen von Besuchern anzieht. |
| Bild: |
 |
Historischer Bereich von Québec
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1985 |
| Erläuterung: |
Im Jahre 1603, als französische Seefahrer unter der Leitung von
Samuel de Champlain am Mündungstrichter des St. Lorenz-Stromes an Land gingen, stand dort
nur eine Siedlung der Irokesen am Ufer unter der hochragenden Felsklippe. Ursprünglich
wollte de Champlain lediglich eine kleine Handelsniederlassung errichten - 80 Jahre
später stand auf dem Handelsplatz die Barockkirche "Notre Dame de Victoires",
die älteste Steinkirche Nordamerikas. Immer mehr Siedler kamen aus Frankreich, und bald
war eine Stadt entstanden. Quebec wurde zum Kronland Frankreichs unter dem Sonnenkönig,
das Land der Indianer hieß Neufrankreich. Mit den Soldaten und Kaufleuten waren auch
Missionare an Land gekommen: Franziskaner und Jesuiten brachten das Kreuz nach Quebec.
Eine der wertvollsten Kunstschätze der Altstadt: Der barocke Hochaltar des
Ursulinenklosters, das im 17. Jhdt. gebaut wurde.
Immer wieder hatten die Engländer die französische Siedlung angegriffen; am
13. September 1759 gelang ihnen die endgültige Eroberung. Nach ihrem Sieg bauten die
neuen Machthaber die Zitadelle zu einer gewaltigen Schutzburg aus gegen feindliche
Angriffe, aber auch gegen die Aufstände der Franzosen in der Stadt. Die Einwohner
rächten sich auf besondere Weise für die
militärische Niederlage: "die Rache aus der Wiege". Mit 12-15 Kindern trug jede
Familie zur Bewahrung des französischen Erbes bei.
Das neue Wahrzeichen der verwinkelten Altstadt ist das vieltürmige Chateau
Frontenac" - ein Hotel für die Reichen und Mächtigen, das im 19. Jahrhundert gebaut
wurde.
Besuchern erscheint Quebec als das echteste Stück Frankreich in Nordamerika. |
| Bild: |
 |
Nationalpark Gros Morne
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1987 |
Altstadt von Lunenburg
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1995 |
| Erläuterung: |
Lunenburg ist eine kleine Stadt an der Atlantikküste Kanadas -
und ein Stück kanadischer Geschichte. Gegründet von britischen Kolonialherren, besiedelt
von braven deutschen Auswanderern, die es als Fischer und Schiffsbauer zu einigem
Wohlstand brachten. Das alles sieht man dem historischen Städtchen heute noch an - aber
auch, wie die Geschichte weiterging: Das so überaus erfolgreiche Fischen ließ das
Ökosystem vor der Küste Lunenburgs zusammenbrechen. Der Kabeljau, die Lebensgrundlage
der Stadt, war plötzlich nicht mehr da. Man stand vor dem Nichts. Das war 1990. Lunenburg
hat den Schock überlebt. Zwar sind viele der Fischer fortgezogen. Doch für ihre
historischen Häuser fanden sich rasch neue Liebhaber. Und es fand sich neue Arbeit in der
Stadt. Lunenburg lebt - auch ohne den Kabeljau. |
| Bild: |
 |
Friedenspark Waterton Naturpark und Glacier
Naturpark (USA)
| Art: |
grenzüberschreitendes Naturdenkmal |
| seit: |
1995 |
Paläontologischer Park of Miguasha
(N/1999)
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1999 |
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