
a
Startseite

Weltkulturerbe
Afrika
Asien
Australien
Europa
Nordamerika
Mittelamerika
Südamerika

Seiteninternes
Kontakt
Welterbe im TV
Impressum

Weitere Projekte

Länderauswahl
Albanien
Andorra
Belarus
Belgien
Bosnien u.
Herzegowina
Bulgarien
Dänemark
Deutschland
Estland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Großbritannien
Irland
Island
Italien
Kroatien
Lettland
Litauen
Luxemburg
Malta
Mazedonien
Moldawien
Montenegro
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Portugal
Rumänien
Russland
Schweden
Schweiz
Serbien
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechische
Republik
Türkei
Ukraine
Ungarn
Vatikanstadt
Zypern |
Tokajer Weinregion
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
2002 |
| Erläuterung: |
Die Tokajer Weinregion repräsentiert
die hier seit fast einem Jahrtausend lebendig erhaltene Kulturtradition des Weinanbaus. Zu
der Kulturlandschaft zählen historische Weingüter, Weinkeller und Produktionsstätten
ebenso wie traditionelle landwirtschaftliche Betriebe. Bereits seit drei Jahrhunderten
wird die Qualität der Tokajer Weinproduktion streng kontrolliert. |
| Bild: |
 |
Burgviertel Buda und Uferzone der Donau in
Budapest
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1987 |
| Erläuterung: |
Nach der offiziellen Bezeichnung auf der Liste
des Weltkulturerbes erhielten "Budapest, das Panorama beidseitig der Donau zwischen
Margareteninsel und Gellért-Berg sowie das Budaer Burgviertel" die Auszeichnung als
Mitglied im Klub des Weltkulturerbes.
Die Budaer Burg wurde vor 750 Jahren begonnen. 100 Jahre
später, als der Sitz der Könige von Visegrád nach Buda verlegt wurde, entstand der
Vorgänger des heutigen Palastes, der im 15. Jahrhundert erst im gotischen Stil und dann
im Zeichen des Quattrocento erneuert wurde. Das Palastensemble bildet heute das
bedeutendste Kulturzentrum der Hauptstadt, wo neben zahlreichen Museen auch die größte
Bibliothek des Landes einen Platz erhalten hat.
Das Burgviertel bietet auch unter der Erde prächtige
Sehenswürdigkeiten. Das hier anzutreffende Höhlensystem stellt ein einzigartiges
natürliches Gebilde dar.
Die Kulturerbestätte wurde 2002 auf ein größeres
Stadtensemble ausgedehnt, wozu auch der Prachtboulevard Andrássy út und ein Teil der
U-Bahn, eine der ältesten Untergrundbahnen Europas, gehören. |
| Bild: |
 |
Traditionelles Dorf Hollokö
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1987 |
| Erläuterung: |
Dieses Dorf mit seinen 55 denkmalgeschützten Gebäuden stellt ein
wahres Schmuckkästchen dar, das seine Besucher im gleichen Zustand wie eingangs des 20.
Jahrhunderts empfängt. In praktisch jedem Haus trifft man ein Museum oder ein
Folkloregeschäft an, das die Leistungen in Architektur und Kunst der Hochland-Paloczen
rühmt. Selbstverständlich ist die Zivilisation auch hierhin vorgestoßen, doch haben die
Einwohner alle verräterischen Zeichen außerordentlich diskret versteckt. In
Hollóko finden im Jahresverlauf gleich mehrere Veranstaltungen im Umfeld von Feiertagen
statt, mit denen die Traditionen bewahrt werden: das Osterfestival, Fronleichnam, das
Paloczen-Foklorefestival, die Burgtage und das Erntedankfest. Die Umgebung bietet
ausgezeichnete Bedingungen für Wanderungen, Radtouren, zum Reiten, Jagen und Angeln. |
| Bild: |
 |
Aggtelek Höhlen und der Slowakische Karst
| Art: |
grenzüberschreitendes Naturdenkmal |
| seit: |
1995 |
| Erläuterung: |
Die durch die ungarisch-slowakische Staatsgrenze zweigeteilten,
aber geographisch eine Einheit bildenden Höhlen der Karstgegend erwarben den Titel eines
Weltkulturerbes auf der Grundlage einer durch die beiden Länder gemeinsam eingereichten
Bewerbung. Diese unterirdische Welt ist der erste und bislang auch einzige derartige
natürliche Wert in Ungarn, der den gemeinsamen Anforderungen, "auch im Weltmaßstab
herausragend" und "unberührt" zu sein, gerecht werden konnte. In
dem aus 220-240 Millionen Jahre alten Kalksteinen bestehenden Karstgebiet auf einer
Fläche von 60.000 Hektar kennen wir gegenwärtig 712 Höhlen, unter denen 262 auf
ungarischer Seite eine Öffnung haben. Der bedeutendste Repräsentant darunter ist das 25
km lange Baradla-Domica-Höhlensystem, welches bis zum heutigen Tage die längste Höhle
der gemäßigten Klimazone mit Tropfsteinen und Bächen darstellt. In dieser eigenhaften,
geschlossenen Welt der Höhlen leben mehr als 500 Höhlenbewohner und Höhlen
präferierende Tierarten. |
Benediktinerabtei Pannonhalma
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1996 |
| Erläuterung: |
Fürst Géza, Vater des Staatsgründers König István I. (Hl.
Stefan), siedelte in Pannonhalma jene deutschstämmigen Benediktinermönche an, die die
Bekehrung der heidnischen Ungarn zur Aufgabe hatten. Sie schufen parallel zur Gründung
die erste Klosterschule im Lande. Der Hl. Stefan stärkte das Kloster im Jahre 1002 mit
Rechten und Privilegien, das den Ausgangspunkt der christlichen Mission in Transdanubien
bedeutete. Im Verlauf des 11. Jahrhunderts wurde die erste Kirche mitsamt Kloster
errichtet, denen im 13. Jahrhundert der Bau des heutigen Ensembles aus Kirche und
Unterkirche folgte. Das schönste Andenken an jene Zeit ist die noch heute sichtbare Porta
Speciosa. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte wuchs das Kloster sowohl hinsichtlich
seiner Größe als auch seiner Bedeutung beständig weiter. Hier wurde ein Archivmaterial
von einmaligem Wert zusammengetragen. Seit dem 18. Jahrhundert übernahm die Einrichtung
außerdem Unterrichtsfunktionen, wurde zur Heimstatt eines Gymnasiums, das zur Zeit des
II. Weltkrieges als das modernste im Lande galt, sowie für die Religionsschule
"Szent Gellért". Außer der Basilika und der Unterkirche
können auch die Bibliothek und eine Ausstellung besichtigt werden, in der Geschichte und
Sammlungen der Abtei vorgestellt werden. Da die Mönchsgemeinde auch heute ein aktives
Glaubensleben führt, werden Besucher mit Vorliebe nach Voranmeldung empfangen. Die
Denkmäler des Hauptklosters können nur in Begleitung eines örtlichen
Ausstellungsführers besichtigt werden. |
| Bild: |
 |
Nationalpark Hortobágy
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1999 |
| Erläuterung: |
Die Hortobágy bildet eine flache, begraste Puszta vom Rande der
Hajdúság bis zur Theiß auf 115 km2. Um ihre natürlichen Werte und ihre Tier- und
Pflanzenwelt zu bewahren, wurde sie 1973 zum Nationalpark erklärt. Im
Mittelalter belebten blühende Dörfer und Ortschaften die heutige Hortobágy. Der
Tatarensturm von 1241/42 und die anderthalb Jahrhunderte währende Türkenherrschaft
entvölkerten das Gebiet jedoch völlig, wo sich später ein spezifisches Hirtenleben
herausbildete, das noch in der jüngsten Vergangenheit der Gegend ihren Charakter verlieh.
Die Puszta zieht auch heute viele Interessenten an, nachdem sie selbst in ihrer
jetzigen Form viel von ihrer einstmaligen Romantik bewahrt hat. Die sich über den Fluss
Hortobágy langstreckende "neunlöchrige" Brücke ist Ungarns längste
Steinbrücke; aus dem in ihrer Nähe gesetzten Aussichtsturm bietet sich ein schöner
Blick auf die unendlich erscheinende Puszta. |
| Bild: |
 |
Frühchristlicher Friedhof von (Sopianis) Pécs
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
2000 |
| Erläuterung: |
Der Friedhof liegt unter dem Domplatz und seiner Umgebung im
nordwestlichen Teil der Altstadt und stammt aus der Römerzeit. Im 2. Jahrhundert nach
Christus gründeten die Römer an der Stelle des heutigen Pécs eine Siedlung namens
Sopianae, die sie im 3. Jahrhundert zur Verwaltungshauptstadt der Teilprovinz Pannonia
Valeria erhoben. Wie in alle anderen Provinzen des Römischen Reiches kamen auch hierher
bald die ersten Christen, die ab dem 4. Jahrhundert ihren Glauben frei ausüben durften.
Die frühchristliche Gemeinde der Stadt Sopianae hat auf ihrem damaligen Friedhof
zahlreiche Grabmäler errichtet. Insgesamt wurden bisher 16 Kapellen und Grabkammern
freigelegt, von denen derzeit drei besichtigt werden können. Die
bereits 1782 entdeckte Peter und Paul-Grabkammer ist wohl das bekannteste frühchristliche
Bauwerk Pannoniens. Vom ursprünglich zweistöckigen Gebäude ist die Grabkammer erhalten
geblieben, deren Wände reich mit Wandmalereien geschmückt sind. Gegenüber dem Eingang
weisen die Apostel Peter und Paul auf das Christusmonogramm hin. Dieses Christogramm wurde
übrigens auch zum Symbol des Pécser Weltkulturerbes erwählt. An den Seitenwänden sind
biblische Szenen dargestellt. Im 20. Jahrhundert wurde die sogenannte
"Krug-Grabkammer" freigelegt, benannt nach dem in einer Nische an der Nordwand
dargestellten Krug und Kelch. Oberhalb der unterirdischen Grabkammer befindet sich eine
Kapelle. Die Seitenwände sind mit geometrischen Motiven und Pflanzenornamenten
geschmückt, die das Paradies symbolisieren sollen.
In den 70er Jahren stiessen die Archäologen auf die Grundmauern einer Kapelle
mit Ostapsis, das sogenannte Mausoleum, und darunter auf eine Grabkammer mit drei
Marmorsarkophagen. Die Wandmalereien zeigen Adam und Eva und Daniel in der Löwengrube.
Das Mausoleum wurde bereits vollständig restauriert und mit einem klimatisierten
Schutzgebäude versehen, das für konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgt. Die in
der Apáca utca freigelegte Kapelle besitzt keine unterirdische Grabkammer. Ursprünglich
diente das ganze Gebäude als Grabkammer, wurde dann aber umgebaut und mit einem Altar
versehen. Die frühchristlichen Grabmäler von Pécs gewähren uns Einblick in den
Totenkult der Anfänge des Christentums. In ihrer Fülle und Vielfalt stellen sie wirklich
ein einzigartiges frühchristliches Kulturgut dar. Die Einwohner von Pécs sind stolz auf
ihr Weltkulturerbe, sie wissen aber auch, dass sie für seine Pflege und Erhaltung
verantwortlich sind. |
| Bild: |
 |
Kulturlandschaft Neusiedler See (ungarisch:
Fertö-tö)
| Art: |
grenzüberschreitendes Kultur- und Naturdenkmal |
| seit: |
2001 |
| Erläuterung: |
Der einzigartige Naturraum am Ostrand der Alpen und am Westrand der
Kleinen Ungarischen Tiefebene wurde 1993 zu einem grenzübergreifenden Nationalpark: Rund
230 qkm liegen auf ungarischem, etwa 100 qkm auf österreichischem Hoheitsgebiet. Der
Südteil des Neusiedler Sees und die salzhaltigen, periodisch austrocknenden Lacken bilden
den größten Teil des Nationalparks. Das Aufeinandertreffen von Tieren und
Pflanzen aus alpinen, pannonischen, asiatischen, mediterranen und nordischen Gebieten
führt zu einem außergewöhnlichen Artenreichtum, der hier in vielfältigen Lebensräumen
existiert. Mosaikartig liegen Feuchtgebiete, Trockenrasen, Eichenwälder, Sandsteppen,
Weideflächen, Wiesengebiete und Salzstandorte nebeneinander. Etwa 300 Vogelarten leben
hier. Die Hälfte davon sind Zugvögel, für die das Gebiet als Trittstein während ihrer
Reise unverzichtbar ist. |
| Bild: |
 |
|

a
|