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Jüdisches Viertel und Basilika St. Prokop in Trebic (Trebitsch)

Art: Kulturdenkmal
seit: 2003
Erläuterung: Das jüdische Viertel und die Basilika St. Prokop in Trebic (Trebitsch) stehen für die Koexistenz der jüdischen und christlichen Kultur vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Das jüdische Viertel mit dem Friedhof aus dem 15./16. Jahrhundert ist vollständig erhalten. Die Basilika, im frühen 13. Jahrhundert als Teil eines Benediktinerklosters erbaut, zeugt vom Einfluss westeuropäischen Architekturerbes in dieser Region.
Bild: trebic.jpg (11599 Byte)

Historisches Zentrum von Prag

Art: Kulturdenkmal
seit: 1992
Erläuterung: Die Fülle an Kunstschätzen in Prag ist überwältigend. Die Majestätik der Burg, der Prunk der Adelspaläste und der Glanz barocker Kirchen, Zeugen einer tausendjährigen Stadtgeschichte.

Hier wurde europäische Geschichte geschrieben: ausgelöst durch den Prager Fenstersturz, begann der Dreißigjährige Krieg, der ganz Europa in ein Schlachtfeld verwandelte.

Unabhängig von Aufstieg und Fall war die Stadt an der Moldau, immer eine Stadt mit drei Seelen: Tschechen, Deutsche und Juden prägten ihr Gesicht.
Bild: tsch_prag.jpg (24713 Byte)

Historisches Zentrum von Cesky Krumlov (Böhmisch Krumau)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1992

Historisches Zentrum von Telc (Teltsch)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1992
Erläuterung: Wie eine Insel aus längst vergangenen Zeiten liegt sie zwischen den Fischteichen - die tschechische Stadt Telc. Einst war sie ein wichtiger Handelsplatz auf halbem Weg zwischen Prag und Wien. Ihre Bürger lebten vom Bierbraurecht, dem Salzverkauf und dem Ehrgeiz eines Landadligen Zacharias von Neuhaus. Er machte Schloß Telc im 16. Jahrhundert zu seinem Herrensitz, holte italienische Baumeister ins mährische Hochland und verwandelte sein Provinzstädtchen in eine Residenzstadt. Ein prächtiges Schloß, ein sehr südlich anmutender Marktplatz und ein Hauch von Dornröschenschlaf so präsentiert sich Telc noch heute. Tschechisches Alltagsleben zwischen Renaissance- und Barockfassaden - eine schöner als die andere - und manchmal fragt man sich am Morgen, ob jemand abends vergessen hat, die erhabene Theaterkulisse abzubauen... .
Bild: tsch_telc.jpg (36092 Byte)

Wallfahrtskirche Hl. Johannes Nepomuk von Zelena Hora (Grünberg)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1994

Historisches Zentrum von Kutná Hora (Kuttenberg) und Marienkirche von Sedlec (Sedletz)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1995
Erläuterung: Die Stadt wurde im 12. Jahrhundert als Bergmannssiedlung gegründet. Gegen Ende des 13. Jahrhundert entwickelte es sich zu einer der lebhaftesten Städte Tschechiens. Kuttenberg gelang dies durch den Silberbergbau und die berühmte Prägung der Prager-Groschen. Es war nach Prag die zweitgrößte Stadt des Böhmischen Reiches.

Kulturlandschaft von Lednice (Eisgrub)-Valtice (Feldsberg)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1996
Erläuterung: Zwischen sanften Hügeln und bewaldeten Talauen an der Grenze zwischen Tschechien und Österreich liegt ein Gesamtkunstwerk verborgen, das Gebäude, Parklandschaft und freie Natur umfasst. Es ist das Werk der Fürsten von Liechtenstein, die sich im 14. Jahrhundert in den Orten Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldsberg) ansiedelten. Diese Gutsherrschaft wurde zum Kernbereich ihrer ausgedehnten Besitzungen in Mähren, Böhmen und Schlesien, Österreich und dem Alpenrheintal. In Valtice erbauten sie ein Barockschloss und im sieben Kilometer entfernten Lednice eine Sommerresidenz. Den ganzen Gutsbezirk umdie beiden Ortschaften herum betrachteten sie als eine natürliche Parklandschaft, die sie nach malerischen Gesichtspunkten umgestalteten.

Kernpunkt des Landschaftsensembles bildet das mit neugotischer Pracht ausgestattete Schloss Lednice mit dem 192 ha großen Landschaftspark, den die Liechtensteiner Fürsten zwischen 1781 und 1811 in den Auwäldern der Thaya anlegen ließen. Sümpfe wurden trockengelegt, der Fluss wurde umgeleitet und ein großer See mit vielen Inseln ausgegraben. Fürst Alois schickte 1802 einen Gärtner nach Amerika, um Samen und Pflanzen von Forstgehölzen zu sammeln und nach Lednice zurückzuschicken, so dass hier im Park einer der ältesten europäischen Sammlungen amerikanischer Bäume entstanden ist.

An genau berechneten Punkten in der Landschaft setzte später Fürst Johann I. klassizistische Bauwerke, die mit ihren harmonischen Formen das Bild der Natur veredeln sollten. Mitten im Wald und auf Wiesen, auf Anhöhen und am Wasser errichtete er Tempel und Schlösschen, Villen und Kolonnaden, oft in direkter Blickbeziehung zueinander. Sie stehen im Kontrast zur weitgehend intakten natur der Auwälder und Fischteiche mit ihrer artenreichen Vogel- und Pflanzenwelt. Auf einer Fläche von rund 200 Quadratkilometer dehnt sich dieses Gebiet aus, das mit seinem Wechselspiel zwischen Baukunst, Gartenkultur und freier Natur ein einmaliges Zeugnis herrschaftlicher Landschaftsgestaltung darstellt.

Bild: tsch_lednice.jpg (28015 Byte)

Historisches Dorf Holasovice

Art: Kulturdenkmal
seit: 1998

Schloss und Park Kromeríz (Kremsier)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1998

Schloss Litomyšl (Leitomischl)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1999

Dreifaltigkeitssäule in Olomouc (Olmütz)

Art: Kulturdenkmal
seit: 2000

Haus Tugendhat in Brno (Brünn)

Art: Kulturdenkmal
seit: 2001
Erläuterung: Das Haus Tugendhat im tschechischen Brno (Brünn) gilt als ein Meisterwerk der klassischen modernen Architektur und ist der bedeutendste Bau Ludwig Mies van der Rohes auf europäischem Boden. Mies van der Rohe konnte aus dem Vollen schöpfen und seine ästhetischen Prinzipien zur Vollendung entwickeln. Dazu gehören der freie Grundriss, den Stahlskelettstützen ermöglichen, Wände aus Glas, die versenkbar sind, und Wandelemente aus kostbaren Materialien wie Ebenholz und Onyx. Bis 1938 war das Kunstwerk Wohnhaus für die jüdische Fabrikantenfamilie Tugendhat, die der drohende Einmarsch Hitlers ins Exil trieb. Das Haus wurde zunächst von den Nazis beschlagnahmt, nach 1945 von der Roten Armee. Die kommunistische Tschechoslowakei funktionierte es zu einer Anstalt für Heilgymnastik um und erklärte es in den 60er Jahren zum nationalen Denkmal. Bis heute gilt das Haus als eines der architektonisch einflussreichsten Wohnhäuser der Welt, weshalb es die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt hat.

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