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Struve-Bogen

Art: grenzüberschreitendes Naturdenkmal
seit: 2005
Erläuterung:

Mit der Aufnahme des Struve-Bogens verzeichnen gleich zehn Länder einen weiteren Eintrag in der Welterbeliste: Belarus, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, die Republik Moldau, Norwegen, Russland, Schweden und die Ukraine.

Der Struve-Bogen ist eine Kette von geodätischen Messstationen von Hammerfest am Nordkap bis Ismail am Schwarzen Meer. In der Welterbeliste repräsentieren 34 der 265 Messstationen das gemeinsame Erbe der beteiligten Länder. Der Astronom Friedrich Georg Wilhelm Struve führte von 1816 bis 1855 die Meridianmessung durch und überbrückte eine Länge von 2820 Kilometern. Die Messung diente der exakten Bestimmung der Größe und Form unseres Planeten und war ein bedeutender Schritt für die Geowissenschaften.

Der Struve-Bogen ist ein außergewöhnliches und frühes Beispiel für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Radiostation Varberg

Art: Kulturdenkmal
seit: 2004
Erläuterung: Die Radiostation in Grimeton bei Varberg an der schwedischen Südwestküste war einmal ein Meilenstein auf dem Weg zur weltumspannenden Kommunikation.

Zusammen mit zwanzig weiteren Anlagen dieser Art bildete sie ab 1925 ein globales Funknetzwerk. Heute ist Grimeton der einzige, noch erhaltene und funktionierende Längstwellensender, dessen gesamtes Ambiente aus den 1920er Jahren komplett
vorhanden ist. Weshalb die Station 2004 in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde.

Daß damals vor 80 Jahren König Gustaf V. persönlich das Gebäude einweihte, unterstreicht die Bedeutung dieser neuen Kommunikationsmöglichkeit für Schweden. Den Anstoß zum
Bau der Funkstation gab neben den Erfahrungen mit leicht zerstörbaren Land- und Seekabeln im Ersten Weltkrieg eine Emigrationswelle gigantischen Ausmaßes. Abertausende von Schweden suchten Ende des 19. Jahrhunderts ihr Glück im Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten. Da es oft ein
Abschied für immer werden sollte, bekam die Verbindung mit den Daheimgebliebenen per drahtloser Telegraphie für viele
existentielle Bedeutung.

Die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen und ihrer drahtlosen Ausbreitung im Raum läutete eine Sternstunde der Nachrichtentechnik ein, die einer Revolution gleich kam. Zahl-
reiche Funkpioniere haben sie vorbereitet, dem italienischen Physiker und Nobel-Preisträger Guglielmo Marconi gelang dann 1895 die erste drahtlose Funkverbindung über den Atlantik. Der schwedische Elektroingenieur Ernst F.W. Alexanderson konstruierte schließlich eine Maschine, die den Langwellen jenen Schwung verlieh, der sie zum lichtschnellen Lauf um den
Erdball beflügelte. Die nach ihm benannte Maschine heißt
Alexanderson-Sender und thront bis heute als technisches Denkmal mitten in der Radiostation Grimeton.

Königliches Sommerschloss Drottningholm

Art: Kulturdenkmal
seit: 1991
Erläuterung: Auf der "Insel der Königinnen" wurde im 17. Jahrhundert das Schloss von einer Königin, Hedwig Eleonora, erbaut. Eine halbe Stunde von Stockholm entfernt, ist es heute der Wohnsitz von Königin Silvia und König Carl XVI Gustav.

In der reizvollen Wasserlandschaft am Mälarsee gelegen, vereinen sich hier Kultur und Natur aufs schönste. Der Film führt durch das Ensemble von Schloss, Chinaschlösschen und Schlosstheater und zeigt die Vielfalt verschiedener Stilformen: Barock, Rokkoko und Frühklassik. Im Theater mit der original erhaltenen Bühnenmaschinerie finden jeden Sommer Festspiele statt, die die große Theatertradition bis heute lebendig erhalten.
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Wikingersiedlungen Birka und Hovgården

Art: Kulturdenkmal
seit: 1993
Erläuterung: Die Stadt Birka war ein wichtiger Handelsplatz der Wikinger im Mälarsee auf der Insel Björkö
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Eisenhütte Engelberg

Art: Kulturdenkmal
seit: 1993

Felszeichnungen von Tanum

Art: Kulturdenkmal
seit: 1994
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Skogskyrkogården (Friedhof) bei Stockholm

Art: Kulturdenkmal
seit: 1994
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Hansestadt Visby

Art: Kulturdenkmal
seit: 1995
Erläuterung: Im 12. und 13. Jahrhundert, über 150 Jahre hinweg war Visby auf Gotland die modernste und größte Stadt des Ostseeraums. Es bestanden dort Handelsbeziehungen nach Nowgorod und bis in den islamischen Raum hinein. So stellte die Stadt für die Hanse einen Schlüssel zum Osthandel dar.

Deutsche, russische und gotländische Kaufleute bestimmten das Leben und bauten neben steinernen Lagerhäusern auch Kirchen. Von ihnen sind heute nur noch weitgehend Ruinen erhalten. Dafür wird das mittelalterliche Stadtbild nicht zuletzt von der gewaltigen Mauer geprägt, welche sich als Ring um die ganze Stadt zieht. Sie ist eine der wenigen vollständig erhaltenen ihrer Art in Europa.
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Kirchenbezirk Gammelstad in Luleå

Art: Kulturdenkmal
seit: 1996
Erläuterung: Vor 1000 Jahren war das heutige Gammelstad eine kleine Insel im Muendungsdelta des Luleälvs. Im 12. Jahrhundert wurde Gammelstad Zentrum der Kirchengemeinde die sich entlang der Flüsse Kalixälv, Luleälv und Råneälv von den Bergen bis zur Küste erstreckte.

Nach dem Frieden von Nöteborg im Jahre 1323 waren Schweden und Russland uneinig über den Grenzverlauf im Norden. Der schwedische Staat versuchte, die Gegend um den Luleälven stärker in das Reich einzubeziehen. Priester wurden in den Norden gesandt und einfache Holzkirchen wurden gebaut. 1339 wurde der erste Gottesdienst in "Luleå" gehalten. Die Provinz Norrbotten wurde ein Teil des Schwedischen Königreiches mit schwedischen Gesetzen, Steuern.

Die heute existierende imponierende Steinkirche wurde während des 13. Jahrhunderts begonnen und zeugt vom ökonomischen Wohlstand der Gemeinde, der vom Handel mit Fellen und Lachs herrührte. Durch einen Erlass wurde im 15. Jahrhundert bestimmt, dass jeglicher Handel in Schweden auf Städte beschränkt wird, wo er besteuert werden konnte. 1621 wurde Luleå an der Stelle des alten Handelsplatzes gegründet. Bereits 28 Jahre nach der offiziellen Stadtgründung, im Jahre 1649, versandete der Hafen durch die im Norden von Schweden besonders stark zu spürende skandinavische Landhöhung. Daraufhin wurde die Stadt an der Stelle, an der sie heute ist, gebaut.

Rund um die Kirche ist das Kirchendorf von Gammelstad zu finden. Es ist eine Siedlung von 250 Kyrkstugor in denen die Bewohner der Gemeinde übernachten konnten wenn sie zum Gottesdienst nach Luleå kamen. Heute sind in Schweden nur noch wenige solcher Kirchendörfer erhalten. Ein anderes ist Öjebyn in Piteå ca 60 km südlich.

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Arktische Kulturlandschaft Lapplands

Art: Kultur- und Naturdenkmal
seit: 1996

Marinehafen von Karlskrona

Art: Kulturdenkmal
seit: 1998
Erläuterung: Der Marinehafen von Karlskrona wurde auf Anordnung Karls XI. 1680 erbaut und wurde der Hauptstützpunkt der schwedischen Marine.
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Schärenküste - Kvarken-Archipel

Art: grenzüberschreitendes Naturdenkmal
seit: 2000
Anmerkung: Mit der Erweiterung der Welterbestätte um den finnischen Kvarken-Archipel (2006) ist eine grenzüberschreitende Naturerbestätte "Schärenküste - Kvarken-Archipel" entstanden.
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Agrarlandschaft von Süd-Öland

Art: Kulturdenkmal
seit: 2000

Historische Industrielandschaft "Großer Kupferberg" in Falun

Art: Kulturdenkmal
seit: 2001
Erläuterung: Die historische Industrielandschaft des Großen Kupferbergs in Falun veranschaulicht die Technikgeschichte des Tagebaus seit dem 13. Jahrhundert. Weit bis in das 19. Jahrhundert hinein war das Faluner Bergwerk einer der größten Kupferproduzenten und beeinflusste die Entwicklung des Bergbaus weltweit. Nach der Schließung 1992 wurde das Bergwerksmuseum als erstes technisches Museum in Schweden eröffnet. Die Kulturlandschaft des Großen Kupferbergs und das Grubenarbeiterviertel sind authentische Zeugnisse der durch die Industrie geprägten Entwicklung der Lebens- und Arbeitsbedingungen.

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