
a
Startseite

Weltkulturerbe
Afrika
Asien
Australien
Europa
Nordamerika
Mittelamerika
Südamerika

Seiteninternes
Kontakt
Welterbe im TV
Impressum

Weitere Projekte

Länderauswahl
Albanien
Andorra
Belarus
Belgien
Bosnien u.
Herzegowina
Bulgarien
Dänemark
Deutschland
Estland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Großbritannien
Irland
Island
Italien
Kroatien
Lettland
Litauen
Luxemburg
Malta
Mazedonien
Moldawien
Montenegro
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Portugal
Rumänien
Russland
Schweden
Schweiz
Serbien
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechische
Republik
Türkei
Ukraine
Ungarn
Vatikanstadt
Zypern |
Altstadt von Jaroslawl
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
2005 |
| Erläuterung: |
Die Altstadt von Jaroslawl ist
bekannt für ihre mehr als 20 Kirchen aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist ein Beispiel für
die städtebauliche Reform, die Kaiserin Katharina die Große 1763 für ganz Russland
anordnete. Die Stadt wurde im neoklassizistischen Stil renoviert und sternenförmig
angelegt. |
| Bild: |
 |
Struve-Bogen
| Art: |
grenzüberschreitendes Naturdenkmal |
| seit: |
2005 |
| Erläuterung: |
Mit der Aufnahme des Struve-Bogens verzeichnen
gleich zehn Länder einen weiteren Eintrag in der Welterbeliste: Belarus, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, die
Republik Moldau, Norwegen, Russland, Schweden und die Ukraine.
Der Struve-Bogen ist eine Kette von geodätischen Messstationen
von Hammerfest am Nordkap bis Ismail am Schwarzen Meer. In der Welterbeliste
repräsentieren 34 der 265 Messstationen das gemeinsame Erbe der beteiligten Länder. Der
Astronom Friedrich Georg Wilhelm Struve führte von 1816 bis 1855 die Meridianmessung
durch und überbrückte eine Länge von 2820 Kilometern. Die Messung diente der exakten
Bestimmung der Größe und Form unseres Planeten und war ein bedeutender Schritt für die
Geowissenschaften.
Der Struve-Bogen ist ein außergewöhnliches und frühes Beispiel
für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit. |
Wrangel-Insel
| Art: |
Naturerbe |
| seit: |
2004 |
| Erläuterung: |
Das Naturreservat Wrangel-Insel im Nordpolarmeer vor der Küste
Sibiriens umfasst die beiden Inseln Wrangel und Herald. Wrangel war während des
Pleistozän nicht vergletschert, was zu einer außergewöhnlichen Biodiversität führte.
Die Insel ist Brutstätte gefährdeter Zugvögel, besitzt die weltweit größte Population
von Walrossen, die größte Dichte von Polarbären und ist ein wichtiger Lebensraum für
Grauwale und Wandervögel. |
Novodevichy-Kloster
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
2004 |
| Erläuterung: |
Das im so genannten Moskauer Barock im 16. und 17. Jahrhundert
errichtete Novodevichy-Kloster im Südwesten Moskaus ist eng mit der Geschichte des Kremls
verbunden und wurde von den Frauen der Zarenfamilie und des russischen Adels genutzt. |
| Bild: |
 |
Zitadelle, Altstadt und Festung von Derbent
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
2003 |
| Erläuterung: |
Zitadelle, Altstadt und Festung von Derbent waren
Teil des nördlichen Grenzwalls des Sassanidenreiches. Die zwischen zwei parallel
verlaufenden Wällen am Ufer des Kaspischen Meeres angelegte Verteidigungsanlage wurde im
5./6. Jahrhundert von den Persern gegründet. Derbent besaß noch im 19. Jahrhundert
große strategische Bedeutung. |
| Bild: |
 |
Uvs-Nuur-Becken
| Art: |
grenzüberschreitendes Naturdenkmal |
| seit: |
2003 |
| Erläuterung: |
Das Uvs-Nuur-Becken umfasst unterschiedliche
Ökosysteme: ewige Schneefelder im Turgen-Gebirge, Seen- und Steppengebiete, die Wüste
von Altan Els. Der Uvs-Nuur-See ist Lebensraum für viele Wandervögel, Seehunde und
Seevögel. In den Wüsten- und Bergregionen leben seltene Tiere wie die mongolische
Wüstenrennmaus, Polarkatzen, Schneeleoparden, Wildschafe und der asiatische Steinbock.
Seit 1997 ist das Uvs-Nuur-Becken UNESCO-Biosphärenreservat. |
| Bild: |
 |
Historisches Zentrum von Sankt Petersburg
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1990 |
| Erläuterung: |
Mit seinem barock-klassizistischen Zentrum gehört
das "Venedig des Nordens", wie St. Petersburg häufig genannt wird, zu den
schönsten Städten Europas. Eine neue Hauptstadt, nach westlichem Vorbild hatte Peter der
Große sich mit dieser Stadt geschaffen.
Kaum eine andere russische Stadt wurde von so vielen Dichtern beschrieben wie St.
Petersburg. Komponisten wie Tschaikowski, Mussorgski und Schostakowitsch und berühmte
Maler und Bildhauer prägten das Gesicht und die Atmosphäre dieser Stadt.Die
Kanäle, Flüsse und Brücken verleihen der Weltstadt an der Newa einen eigenen Zauber,
besonders während der berühmten 'Weißen Nächte' . |
| Bild: |
 |
Kirchen von Kishi Pogost (Insel Kishi im
Onegasee)
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1990 |
| Erläuterung: |
Kishi Pogost im Onegasee. Während der eisfreien
Zeit erreicht man die Insel im Norden Rußlands mit dem Boot von Petrosawodsk aus. Kishi
heißt auf deutsch Insel und mit Pogost bezeichnete man im alten Rußland eine
Verwaltungseinheit. Heute bedeutet Pogost jedoch "Friedhof mit Kirche". Herausragendes Bauwerk ist die 35 Meter hohe Verklärungskirche, die von
22 Kuppeln bekrönt wird. Sie gilt als der kühnste erhaltene Holzbau Rußlands. Er wird
dem legendären Baumeister Nestor zugeschrieben, der nach der Fertigstellung 1714 seine
Axt weit in den Onega-See geschleudert haben soll: "So eine gab es nie, es gibt keine
zweite und es wird nie eine geben", hat er angeblich dabei gerufen.
Insgesamt gibt es etwa 60 historische Holzbauten in Kishi. Die
wenigsten stehen an ihrem angestammten Platz, sie kamen von anderen Inseln oder vom
Festland. Blockhäuser kann man leicht auseinandernehmen und wieder aufbauen. Eine
Versuchung, der die Historiker der Nachkriegszeit nicht widerstehen konnten. Die großen
Bauernhäuser, an denen sie interessiert waren, gehörten niemandem. Ihre Eigentümer,
nach sowjetische Auffassung reiche Bauern, "Kulaken", waren meist in den
dreißiger Jahren vertrieben oder verhaftet worden. So bewahrte man Baudenkmäler und
schuf gleichzeitig ein künstliches Reservat russischer Holzkultur. Kishi Pogost ist ein
Freilichtmuseum. |
| Bild: |
 |
Kreml und Roter Platz in Moskau
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1990 |
| Erläuterung: |
Seit dem 14. Jahrhundert war Moskau das Zentrum des
russischen Reiches, und der Kreml die Residenz der Zaren. Die Selbstherrscher, wie sich
die Zaren nannten, vergrößerten ständig ihre Festung über der Moskwa und ließen die
Paläste immer glanzvoller ausstatten. Der Kreml wurde zum Abbild und Sinnbild des
ungeheuren Reichtums und der fast grenzenlosen Macht des Zarenreichs. "Über der
Stadt ist der Kreml, über dem Kreml ist nur Gott." so ein russisches Sprichwort.
Auch nach der Revolution, als kein Gott mehr über ihm war und die Glocken der vielen
Kathedralen innerhalb und außerhalb der Kremlmauern schweigen mußten, blieb der Kreml
Machtzentrale. Wo einst Iwan der Schreckliche von seinem Elfenbeinthron das russische
Reich beherrschte und später eine deutsche Prinzessin in prächtiger Robe zur Krönung
schritt, um als Zarin Katharina II. neue Länder zu erobern, da herrschten 70 Jahre lang
die "roten Zaren". In dieser Zeit schien die über 2 Kilometer lange "Rote
Mauer" noch höher geworden zu sein. Über den "Roten Platz" rollten die
Panzer der Sowjetarmee. Wie die Zarenmacht, so
verging auch die Macht der Kommunisten, ein neuer Präsident zog als Hausherr in den Kreml
ein. Heute können die Kirchen auf dem Kremlgelände von Touristen besichtigt werden. Vor
den Ikonenwänden der Krönungskirche drängen sich Gläubige und Ungläubige, ebenso wie
in der "Maria Verkündigungskathedrale", der kaiserlichen Hauskirche und der
"Erzengelkathedrale", in der die Sarkophage der Zaren aufgestellt sind.
Für Besucher unzugänglich ist der große Kremlpalast. Die
Renovierung dieser prachtvollen Säle war stets von Schmiergeldgerüchten umwittert. |
| Bild: |
 |
Baudenkmäler von Nowgorod und Umgebung
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1992 |
| Erläuterung: |
Nowgorod ist eine der ältesten Städte Russlands (859 gegründet)
und war bereits im mittelalterlichen Reich der Kiewer Rus eine Großstadt mit mehreren
zehntausend Einwohnern. Während der Mongolenzeit war Nowgorod zeitweise (v.a. unter
Alexander Newski) das Zentrum des Russischen Reiches und der Sitz des Großfürsten. Im
Spätmittelalter war Nowgorod eine von der Kaufmannsschicht geprägte und von einem
Wetsche regierte Stadtrepublik mit guten Kontakten zur Hanse, die dort im Peterhof ein
Kontor unterhielt. Heute hat das rund 190 Kilometer südlich von St.Petersburg gelegene
Nowgorod ca. 250.000 Einwohner. Welikij Nowgorod ist umgeben von weitläufigen Moor- und
Waldgebieten, in denen insbesondere Torf abgebaut wird. Sehenswert sind vor allem der
eigene Kreml aus dem 11. Jahrhundert und zahlreiche Kirchen, darunter die
Sophienkathedrale, die zweitälteste Kirche Russlands. |
| Bild: |
 |
Geschichts- und Kulturdenkmäler auf den
Solowetzky-Inseln am Weißen Meer
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1992 |
| Erläuterung: |
Die Solowetzky-Inseln, sechs Inseln im Weißen Meer am Eingang der
Onegabucht, sind nur 160 Kilometer Polarkreis entfernt. Der Mönch
Sawwati und der Einsiedler German waren die ersten, die auf die Inseln kamen. Nach
Sawwatis Tod holte German einen Nachfolger nach Solowki, Sosimo, und gemeinsam mit anderen
Mönchen begannen sie zu bauen, ein Kloster und Kirchen. Sawwati und Sosimo gingen in die
russische Glaubenswelt ein, als die wundertätigen Gründerväter des Solowetzker
Klosters. Im 16. Jahrhundert war die Bruderschaft reich geworden, die Holzkirchen wurden
ersetzt durch steinerne Bauten, die Verwandlungskathedrale, die Entschlafungskathedrale,
das Refektorium. Im Reich Iwan des Schrecklichen spielte das Kloster
auch eine strategische Rolle. 1571 wurden erstmals schwedische Schiffe vor Solowki
gesichtet - ein Ausläufer des Kriegs um Livland. Das Kloster, die Bastion Gottes, wurde
zur Festung. Peter der Große kam 1702 nach Solowki um von hier seinen Krieg gegen die
schwedischen Festungen im Onega-See zu führen. Als Zar Peter die Schweden vertrieben
hatte, war Russlands Weg zur Ostsee frei. |
| Bild: |
 |
Kathedrale von Wladimir, Klöster und Kirchen
von Susdal und Kideksha
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1992 |
| Erläuterung: |
Wer sich auf der ausgefahrenen Straße von Wladimir
dem Landstädtchen Susdal nähert, glaubt sich in vergangene Zeiten zurückversetzt. Susdal, 180 Kilometer von Moskau entfernt, ein Ort mit 20 000 Einwohnern. Enten
und Gänse schnattern auf dem kleinen Fluß, den man überqueren muß, am Hang des hohen,
grasbewachsenen Walls scharren Hühner und eine Frau hütet ihre Ziegen. Holzhäuschen,
mit Schnitzereien verziert, häufig bunt bemalt, oft windschief und verfallen. Im 11.
Jahrhundert war diese Kleinstadt die Residenz des mächtigsten Fürstentums in Rußland,
Moskau gab es noch nicht. Der Fürst von Wladimir hatte am Ufer des Flüßchens Kamenka
eine neue Burg bauen und sie mit einem palisaden-bewehrten Erdwall sichern lassen: Den
Kreml von Susdal. "Kreml" bedeutet Festung - bezeichnet Burg und Wall. Und
natürlich gehörte zu einem Kreml auch eine Kathedrale. Die Kremlkirche in Susdal besitzt
einen der bedeutendsten frühen Kunstschätze: "Die goldenen Türen", ein
Meisterwerk aus dem 12 Jahrhundert.
Schon der Sohn des Gründers velegte seine Residenz von Wladimir
nach Susdal, er hieß Yuri , Yuri Dolgoruki: "der mit der langen Arm", -
Langfinger könnte man sagen, doch Fürsten stehlen nicht, ihre Raubzüge werden als
Heldentaten gepriesen. 1238 fallen die Tatar - Mongolen ins Land ein, plündern, brennen
und machen nieder, was auf ihrem Weg liegt. Für über 2 Jahrhunderte stehen die Völker
Russlands unter dem Mongolenjoch.
Dann erstarkt Moskau , Wladimir und Susdal verlieren an
Bedeutung, bleiben aber religiöse Zentren. Die Macht verfällt, die Schönheit bleibt.
Bis die neuen Heilsbringer nach der Revolution 1917 Kirchen und Klöster verfallen oder
einreißen ließen. Doch einige der einstmals über 30 Klöster haben im Bezirk
Wladimir-Susdal den 'Bildersturm' der Kommunisten überdauert. Heute werden Kirchen
restauriert und nicht nur als Museen erhalten. Sie sind wieder von Gebeten und Gesängen
erfüllt. Und wie durch ein Wunder hat eine der ältesten russischen Kirchen in der Nähe
von Wladimir die Zerstörungen aller Epochen unbeschadet überdauert: "Maria Schutz
und Fürbitte", in den Wiesen an dem Flüßchen Nerl gelegen. 1165 aus hellem
Sandstein erbaut, ist dieser wunderbar einfache und klare Kirchenbau ein weithin
sichtbares Zeichen russischer Frömmigkeit.
Wer sich auf der ausgefahrenen Straße von Wladimir dem
Landstädtchen Susdal nähert, glaubt sich in vergangene Zeiten zurückversetzt.
Susdal, 180 Kilometer von Moskau entfernt, ein Ort mit 20 000
Einwohnern. Enten und Gänse schnattern auf dem kleinen Fluß, den man überqueren muß,
am Hang des hohen, grasbewachsenen Walls scharren Hühner und eine Frau hütet ihre
Ziegen. Holzhäuschen, mit Schnitzereien verziert, häufig bunt bemalt, oft windschief und
verfallen. Im 11. Jahrhundert war diese Kleinstadt die Residenz des mächtigsten
Fürstentums in Rußland, Moskau gab es noch nicht. Der Fürst von Wladimir hatte am Ufer
des Flüßchens Kamenka eine neue Burg bauen und sie mit einem palisaden-bewehrten Erdwall
sichern lassen: Den Kreml von Susdal. "Kreml" bedeutet Festung - bezeichnet Burg
und Wall. Und natürlich gehörte zu einem Kreml auch eine Kathedrale. Die Kremlkirche in
Susdal besitzt einen der bedeutendsten frühen Kunstschätze: "Die goldenen
Türen", ein Meisterwerk aus dem 12 Jahrhundert.
Schon der Sohn des Gründers velegte seine Residenz von Wladimir
nach Susdal, er hieß Yuri , Yuri Dolgoruki: "der mit der langen Arm", -
Langfinger könnte man sagen, doch Fürsten stehlen nicht, ihre Raubzüge werden als
Heldentaten gepriesen. 1238 fallen die Tatar - Mongolen ins Land ein, plündern, brennen
und machen nieder, was auf ihrem Weg liegt. Für über 2 Jahrhunderte stehen die Völker
Russlands unter dem Mongolenjoch.
Dann erstarkt Moskau , Wladimir und Susdal verlieren an
Bedeutung, bleiben aber religiöse Zentren. Die Macht verfällt, die Schönheit bleibt.
Bis die neuen Heilsbringer nach der Revolution 1917 Kirchen und Klöster verfallen oder
einreißen ließen. Doch einige der einstmals über 30 Klöster haben im Bezirk
Wladimir-Susdal den 'Bildersturm' der Kommunisten überdauert. Heute werden Kirchen
restauriert und nicht nur als Museen erhalten. Sie sind wieder von Gebeten und Gesängen
erfüllt. Und wie durch ein Wunder hat eine der ältesten russischen Kirchen in der Nähe
von Wladimir die Zerstörungen aller Epochen unbeschadet überdauert: "Maria Schutz
und Fürbitte", in den Wiesen an dem Flüßchen Nerl gelegen. 1165 aus hellem
Sandstein erbaut, ist dieser wunderbar einfache und klare Kirchenbau ein weithin
sichtbares Zeichen russischer Frömmigkeit. |
| Bild: |
 |
Befestigtes Kloster der heiligen Dreifaltigkeit
und des heiligen Sergius in Sergiev Posad
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1993 |
| Erläuterung: |
Nördlich von Moskau bis hin zur Wolga zieht sich ein Ring von
altrussischen Städten und Klöstern. Am berühmtesten ist das Dreifaltigkeitskloster von
Sergijew Possad, das "Kloster Sagorsk". Gegründet wurde das
Kloster im 14. Jahrhundert vom Heiligen Sergeij von Radonesh, Sohn eines wohlhabenden
Bojaren, der gemeinsam mit seinem Bruder Stepan beschloß, in der Wildnis von Radonesh als
Mönche in Askese zu leben. Nach und nach bildete sich eine klösterliche Gemeinschaft.
1357 wurde der Mönch Sergeij zum Abt des Klosters, das der Dreifaltigkeit gewidmet war.
Sein Kloster wurde zum Vorbild für die Entwicklung des russisch-orthodoxen
Mönchtums. Immer wieder mußte das Kloster gegen Angreifer und Plünderer verteidigt
werden; deshalb gleicht die Anlage einer Festung. Mauer und Wehrtürme, Kirchen und der
riesige Glockenturm wurden wiederholt restauriert. Das Dreifaltigkeitskloster wurde zu
einer 'Lawra' erhoben, das heißt, es ist ein Kloster höchsten Ranges.
Sergijew Possad bietet faszinierende Beispiele russischer Architektur des 14.
bis 18. Jahrhunderts. |
| Bild: |
 |
Auferstehungskirche in Kolomenskoe
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1994 |
| Bild: |
 |
Waldgebiet von Virgin Komi
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1995 |
Baikalsee
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1996 |
| Erläuterung: |
Der Baikalsee ("Reicher See") ist das größte
Süßwasserreservoir der Erde. Er enthält ein Fünftel der gesamten Süßwasserreserven
der Erde. Er liegt bei Irkutsk und ist mit 25 Millionen Jahren der älteste und mit
1.637 Metern der tiefste See der Welt. Der See ist vom Südwesten zu Nordosten 636 km lang
und bis zu 80 km breit. Der Baikalsee ist Teil einer kontinentalen
Riftzone, des Baikal-Rifts. Da hier die eurasische und die amurische Platte
auseinanderdriften, entstehen Risse in der Erdkruste. Der Riss, in dem der Baikalsee
liegt, ist ca 1.600 km lang und fast 6 km tief. Da die Spalte mit Sedimenten aufgefüllt
ist, reicht der Baikalsee nur bis in 1.637 m Tiefe.
Gespeist wird der Baikalsee von 365 Flüssen und Bächen, die aus den
umliegenden Gebirgen in den See fließen. Einziger Abfluss ist die Angara - einer der
großen Flüsse Sibiriens.
Seine Umwelt weist eine einzigartige Flora und Fauna auf: zwei Drittel der
insgesamt 2.500 Tier- und Pflanzenarten sind endemisch, d.h. sie kommen ausschließlich
hier vor. Zum Beispiel lebt hier die einzige Süßwasser-Robbe der Welt, die Nerpa
(Baikalrobbe), der Omul, eine Lachsart oder der Golomjanka, ein Fettfisch, der am tiefsten
lebende Süßwasserfisch.
Bedroht wird diese Landschaft heute durch Industrialisierung, Abholzung der
Wälder, eine exzessive Fischerei - und zunehmende Besiedlung (ermöglicht durch die
Transsibirische Eisenbahn und den Bau der Baikal-Amur-Magistrale). |
| Bild: |
 |
Vulkan-Region von Kamtschatka mit dem Naturpark
Kluchevskoy
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1996 |
| Bild: |
 |
Goldene Berge des Altai in Südsibirien
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1998 |
| Erläuterung: |
Der Altai (russ. Altaj) ist ein Gebirge in Sibirien, Kasachstan,
Mongolei und China. Der höchste Berg ist die Belucha mit 4506 m Höhe im Zentral-Altai.
Der Altai bildet die Wasserscheide zwischen Ob und Irtysch. Die Ausläufer des Gebirges in
der Mongolei heißen Mongolischer Altai (Ektag) und Gobi-Altai. |
Westlicher Kaukasus
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
1999 |
Kazan-Kreml
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
2000 |
| Erläuterung: |
Kasan (Qazan; russ.: ??????) ist die Hauptstadt der autonomen
Republik Tatarstan in Russland, an der Wolga, mit 1,1 Millionen Einwohnern. Kasan ist das
Zentrum des Islam in Russland sowie ein wichtiger Maschinenindustriestandort und
Verkehrsknotenpunkt. Kasan wurde im 10. Jahrhundert von Wolgabulgaren gegründet. Kasan
war die erste nichtrussische Stadt, die Zar Iwan genannt "Der Schreckliche" dem
russischen Reich einverleibte. Die Eroberung Tatarstans begründete die Tradition des
russischen Vielvölkerstaates und sein Verhältnis zu nichtrussischen Minderheiten. |
Kloster Ferapontov
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
2000 |
Kurische Nehrung
| Art: |
grenzüberschreitendes Kulturdenkmal |
| seit: |
2000 |
| Erläuterung: |
Die Kurische Nehrung ist eine ca. 100 km lange
Sandbank zwischen Klaipeda (dt. Memel) und Kaliningrad (dt. Königsberg),
die je zur Hälfte zu Litauen und zu Russland gehört. Jährlich findet in Nidden (lit. Nida),
dem Hauptort des litauischen Anteiles, das Thomas Mann-Festival statt, mit Lesungen,
Diskussionen und Konzerten. Auf der Kurischen Nehrung befinden sich die höchsten Dünen
Europas. |
Naturschutzgebiet Zentral-Sikhote-Alin
| Art: |
Naturdenkmal |
| seit: |
2001 |
| Erläuterung: |
Das Naturschutzgebiet Zentral-Sikhote-Alin umfasst drei
Tier- und Landschaftsschutzgebiete der Bergregion im Südosten Russlands sowie einen
Gebirgszug an der Küste des Japanischen Meers. Dieses vielfältige Biosphären-System ist
Lebensraum für zahlreiche endemische Pflanzen- und Tierarten, unter anderem für den
sibirischen Tiger. |
|

a
|