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Biosphärenreservat Donaudelta

Art: Naturdenkmal
seit: 1991

Dörfer und Wehrkirchen in Transsilvanien

Art: Kulturdenkmal
seit: 1993

Kloster Horezu

Art: Kulturdenkmal
seit: 1993

Bemalte Kirchen in der nördlichen Moldau

Art: Kulturdenkmal
seit: 1993
Erläuterung: Die Klöster Nordmoldaviens sind als geistige Bollwerke gegen den vorrückenden Islam gebaut worden. Nach dem Fall Konstantinopels an die Türken, Mitte des 15. Jahrhunderts, sah sich Rumänien als letzte christliche Bastion des Abendlandes. Der Kampf gegen die irdischen Feinde, gegen Türken, Tartaren und Sarazenen war für die Moldawier wie jener Kampf, den der Gläubige gegen den Teufel zu kämpfen hat. Der ganze Kosmos ist in diesen Kampf einbezogen. Aus diesem Glauben heraus wurden damals die schönsten Klöster Moldawiens erbaut. Sieben von ihnen zählen zum Weltkulturerbe, darunter Humor, Voronet, Sucevita und Moldovita, die in dem Film "Bilderwelt des Glaubens" der Reihe "Schätze der Welt" vorgestellt werden. Um die Fülle des Glaubens darzustellen, wurden die Klosterkirchen nicht nur innen bemalt, sondern auch außen. Da ist kein Zentimeter Wand, der unbemalt ist. Das war damals neu und einzigartig. Einzigartig auch die Art, wie die Bilder komponiert, wie Architektur und Fresko eine innere Einheit sind. Um die Farben wetterfest zu machen, wurden sie mit Kasein angemischt. Ihre Leuchtkraft hat bis heute nicht nachgelassen. Die Fresken außen verweisen auf die Bilderwelt im Innern. Innen und Außen werden so eins. Die Bilder sind flächig gemalt, ikonenhaft. Denn nach orthodoxer Tradition kann nur das zweidimensionale Bild den Blick für die Ewigkeit weiten. Die heiligen Frauen und Männer auf den Wänden schauen aus dieser Ewigkeit den Besucher an. Sie atmen Ruhe, ihre Gesten sind knapp und streng, dennoch durchzieht eine innere Bewegung diese ganze Schar der Heiligen, Engel, Mönche, Bischöfe und Apostel, die die Wände bevölkern.
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Festungsanlage der Daker in den Bergen von Orastie (Broos)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1999
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Holzkirchen von Maramures (Marmarosch)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1999
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Historisches Zentrum von Sighisoara (Schäßburg)

Art: Kulturdenkmal
seit: 1999
Erläuterung: In Transsilvanien messen die Uhren nicht die Zeit, sondern die Ewigkeit, sagt ein rumänisches Sprichwort. Wer sich den Weg durch dieses Land bahnt, über Schlaglöcher hinweg und vorbei an Ochsenkarren, hat bisweilen tatsächlich das Gefühl, dass die Zeit hier stehengeblieben ist. Irgendwo im Mittelalter.

In Sighisoara, einem kleinen Städtchen im Tal der Kokel, ist fast alles noch so, wie es um 1200 war, als sich vor allem Siedler hier niederließen. Die von ihnen gebaute Burganlage mit sieben Wehrtürmen und rund 150 Wohnhäusern ist das einzig erhaltene Ensemble dieser Art in Transsilvanien, zu deutsch Siebenbürgen.

Was unzählige Kriege, Verwüstungen und Plünderungen im Laufe der Geschichte nicht geschafft haben, wäre einer abrisswütigen Diktatur beinahe gelungen. Bevor deren letztes Stündchen geschlagen hatte, wollten die Schergen Ceaucescus' die geschichtsträchtige Stadt niederwalzen. Sie schafften es nicht mehr. Das Regime ging zu Bruch und nicht Sighisoara.

Heute ist es der Zeitgeist, der dem Städtchen zu Leibe rückt. Ausländische Investoren haben die Stadt als Ziel für den Tourismus entdeckt und beginnen an manchen Stellen, die morbide Schönheit Sighisoaras wegzusanieren. Noch erkennt man ihr altes Gesicht, noch spricht es Bände. Jedenfalls für die, die hinsehen können.

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