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Struve-Bogen
| Art: |
grenzüberschreitendes Naturdenkmal |
| seit: |
2005 |
| Erläuterung: |
Mit der Aufnahme des Struve-Bogens verzeichnen
gleich zehn Länder einen weiteren Eintrag in der Welterbeliste: Belarus, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, die
Republik Moldau, Norwegen, Russland, Schweden und die Ukraine.
Der Struve-Bogen ist eine Kette von geodätischen Messstationen
von Hammerfest am Nordkap bis Ismail am Schwarzen Meer. In der Welterbeliste
repräsentieren 34 der 265 Messstationen das gemeinsame Erbe der beteiligten Länder. Der
Astronom Friedrich Georg Wilhelm Struve führte von 1816 bis 1855 die Meridianmessung
durch und überbrückte eine Länge von 2820 Kilometern. Die Messung diente der exakten
Bestimmung der Größe und Form unseres Planeten und war ein bedeutender Schritt für die
Geowissenschaften.
Der Struve-Bogen ist ein außergewöhnliches und frühes Beispiel
für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit. |
Kernave
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
2004 |
| Erläuterung: |
Die archäologische Stätte Kernave zeugt von zehntausend Jahren
menschlicher Besiedlung. Die im Mittelalter wichtige Stadt wurde im späten 14.
Jahrhundert vom Deutschritterorden zerstört. |
| Bild: |
 |
Altstadt von Vilnius (Wilna)
| Art: |
Kulturdenkmal |
| seit: |
1994 |
| Erläuterung: |
Betrachtet man die wechselhafte Geschichte Litauens
und seiner Hauptstadt, so erfährt man am Beginn vom langen und hartnäckigen Widerstand
gegen die Christianisierung. Er ging einher mit dem Widerstand gegen eine Obrigkeit, die
durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder von fremden Mächten bestimmt war. Der lange
Weg des Großfürstentums Litauens in die Eigenstaatlichkeit ist abgeschlossen, der Anteil
der heidnischen Hartnäckigkeit dieses kleinen Volkes daran bleibt Diskussion. Vilnius überrascht den Besucher mit einer Vielzahl prächtiger barocker
Kirchen und Gebäude. Es hat den Anschein, als ob man den Heiden den Glauben demonstrativ
in Stein 'aufdrücken' wollte. So beginnt die Zeit intensivster Bautätigkeit nach der
Reformation. Unter dem Ansturm der Jesuiten, die diesen östlichen Vorposten katholischen
Glaubens nicht verlieren wollen, bekommt Vilnius sein Gesicht. Klöster und Kirchen
bestimmen das Stadtbild, heute teilweise prächtig restauriert. Doch die Jesuiten bauen
nicht nur Kirchen, sie gründen 1579 auch die Universität von Vilnius. Das
Universitätsviertel mit seinen italienisch inspirierten Innenhöfen, der imposanten St.
Johanneskirche mit ihrem Gloockenturm und den prachtvoll gestalteten Innnenräumen des
Oberservatoriums und der Bibliothek stellt ein einmaliges architektonisches Ensemble dar. |
| Bild: |
 |
Kurische Nehrung (K/GÜ/2000)
| Art: |
grenzüberschreitende Kulturdenkmal |
| seit: |
2000 |
| Erläuterung: |
Die Kurische Nehrung ist eine ca. 100 km lange Sandbank zwischen
Klaipeda (dt. Memel) und Kaliningrad (dt. Königsberg), die je zur
Hälfte zu Litauen und zu Russland gehört. Jährlich findet in Nidden (lit. Nida),
dem Hauptort des litauischen Anteiles, das Thomas Mann-Festival statt, mit Lesungen,
Diskussionen und Konzerten. Auf der Kurischen Nehrung befinden sich die höchsten Dünen
Europas. |
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