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Ruinen von Angkor

Art: Kulturdenkmal
seit: 1992
Erläuterung: Die Tempel-Landschaft Angkor ist eine der größten der Welt. Hunderte von Tempel prägen eine Dschungellandschaft mit einer Gesamtfläche von etwa 200 km². Mitten im undurchdringlichen Dschungel stößt man auf verwunschen wirkende Tempel einer untergangenen Kultur, teilweise wieder von Bäumen überwuchert; dieser "Indiana Jones"-Effekt macht die eigentliche Faszination des Tempelkomplexes aus.

Der bekannteste Tempelkomplex Angkor Wat belegt etwa 2,5 km². Hunderte von Gebäuden buddhistischen und hinduistischen Ursprungs sind vom 9. Jahrhundert bis zum 13. Jahrhundert unter der Herrschaft der Khmer entstanden.

Trotz vieler indischer Einflüsse zeigt sich in der Anlage und Durchführung eine eigenständige kambodschanische Architektur.

Über Jahrhunderte war die Anlage verloren und vom Dschungel überwachsen. Sie wurde erst 1860 vom französischen Forscher Henri Mouhot in der Wildnis wiederentdeckt, der sich begeistert zeigte und sie gewaltiger als jede griechische oder römische Anlage beschrieb.

Bemerkung: Gefährdung durch Kriegsschäden, Plünderung durch internationale Kunsträuber-Banden, Verwitterung und touristische Übernutzung waren Gründe dafür, dass Angkor bereits bei seiner Anerkennung als Welterbe 1992 auf die Rote Liste gesetzt wurde.
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