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Harar Jugol

Art: Kulturdenkmal
seit: 2006
Erläuterung: Harar Jugol ist die vierte heilige Stadt des Islams und Zentrum der islamischen Religion am Horn von Afrika. Sie geht auf eine muslimische Stadtgründung aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. zurück. In der historischen Stadtanlage und am Beispiel des Harari-Hauses zeigt sich der Einfluss ursprünglicher islamischer Kultur auf die Traditionen des ansonsten christlichen Äthiopiens.
Bild: harar.jpg (137996 Byte)

Felsenkirchen von Lalibela

Art: Kulturdenkmal
seit: 1978
Erläuterung: Engel sollen am Bau beteiligt gewesen sein, weil keiner sich vorstellen konnte, dass Menschen derartiges zu schaffen fähig sind, wie die Felskirchen von Lalibela.

Abgelegen, auf 2600 Meter Höhe, begannen vor über 800 Jahren unbekannte Handwerker, auf Geheiß eines christlichen Königs, mehrstöckige Kirchen in den roten Basaltlava zu meißeln. Die Fähigkeit solch monumentale Gebäude mit größter Präzision aus einem einzigen Felsblock zu formen, sind längst verloren gegangen.

Überliefert sind nur die Legenden, die bis nach Europa von einem sagenhaften christlichen Reich am Horn von Afrika kündeten. Ein zweites Jerusalem verberge sich hinter den äthiopischen Bergen.

Bis heute pilgern fromme Christen nach Lalibela. Hier finden sie die Bestätigung für ihren ursprünglichen Glauben, dessen Wunder einer Speisung Tausender, der Auferstehung Toter und des Gigantenwerks dieser Felskirchen eins sind.

Die Gläubigen treffen dort auf eine unvergleichbare Architektur. Feindliche Invasoren, die Äthiopien zu verschiedenen Zeiten überrollten, haben die verdeckten Kirchen relativ unbeschadet überstanden. Ihre originale Ausstattung mit Gemälden, Fresken und Handschriften ist noch in vielen Teilen erhalten. Sie erzählen die Geschichte des ältesten, christlichen Staatswesens, das allen Bekehrungsversuchen widerstand. Die urchristliche Glaubensgemeinschaft ist ein lebendiger Teil des Weltkulturerbes Lalibela.

Bild: lalibela.jpg (102722 Byte)

Nationalpark Simien

Art: Naturdenkmal
seit: 1978
Bemerkung: Die Eintragung in die Rote Liste erfolgte 1996, da die Zahl der vom Aussterben bedrohten Simien-Füchse und Walia-Steinböcke unter die kritische Grenze von 20 bzw. 250 Tieren gefallen ist.

Fasil Ghebbi in der Region Gondar

Art: Kulturdenkmal
seit: 1979
Erläuterung: Die Regenzeit, in den Monaten Juni bis September, zwang die äthiopischen Kaiser in der Vergangenheit dazu, Feldlager zu bauen. Den Rest des Jahres zogen sie, schwerbewaffnet, durch ihr Reich. Nur durch ihre stete Präsenz konnten sie ihre Herrschaft verteidigen. 1632 bestieg Kaiser Fasilidas den äthiopischen Thron. Die Sage erzählt, dass ihm am Tana-See ein Mann erschien, der ihm befahl ein Schloss zu bauen. Ganz in der Tradition seiner Vorgänger, von denen jeder an einem neuen Ort ein Lager errichtet hatte, gehorchte Fasilidas und ließ einen Palast mit vier Ecktürmen und einer großen Repräsentationshalle bauen. Die Nachfolger Fasilidas, die Gondar-Kaiser, bauen die Stadt Fasil Ghebbi und den Palast weiter aus. Es ist eine Hochzeit der äthiopischen Geschichte, eine Zeit der politischen Geschlossenheit und eine Zeit des hochentwickelten Handwerks.

Die Nachkommen derer, welche die Paläste von Fasil Ghebbi einst erschaffen haben, leben noch heute in gleicher Armut. Nur an ihren Festtagen, wenn sie an den Glanz vergangener Tage erinnern, sind sie ihren ehemaligen Königen nah.

Bild: fasil.gif (25085 Byte)

Ruinen von Aksum

Art: Kulturdenkmal
seit: 1980
Erläuterung: Die Gründung der Stadt Aksum wird für die Zeit zwischen 500 und 300 v.u.Z. angenommen. In der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts wurde sie, nach dem Übertritt König Ezenas von Aksum zum Christentum, eine der ersten christlichen Hauptstädte. Aus vorchristlicher Zeit stammen die imposanten Stelen, die an Hochhäuser erinnernd, als Grabmäler aufgebaut wurden. Eine ca. 30 Meter hohe Stele (517 Tonnen schwer) zerbrach vermutlich schon bei ihrer Errichtung. Kleinere Exemplare haben bis heute aufrecht der Zeit getrotzt. Die Stadt Aksum blieb Ort der Krönungen äthiopischer Könige bis zur Zeit Kaiser Haile Sellasies im 20. Jahrhundert, dem letzten Herrscher der Salomoniden in Äthiopien. Heute ist Aksum eine Provinzhauptstadt.

Im Glauben der äthiopisch-orthodoxen Kirche befindet sich die israelitische Bundeslade in Aksum. Diese soll, einer äthiopischen Schrift aus dem 13. Jahrhundert nach, von Menelik, dem Sohn König Salomons und der Königin von Saba ins Land geholt worden sein. Ein Mönch ist noch heute mit der Bewachung der Reliquie als lebenslangem Amt beauftragt. Die religöse Geschichte der Stadt führt zu ihrer besonderen Bedeutung in der äthiopischen Kirche.

Tal am Unterlauf des Flusses Awash

Art: Kulturdenkmal
seit: 1980

Tal am Unterlauf des Flusses Omo

Art: Kulturdenkmal
seit: 1980
Erläuterung: Der Omo ist ein Fluss im Süden Äthiopiens. Er führt ganzjährig Wasser und entspringt südlich von Addis Abeba und mündet nach etwa 1.000 km in den Turkanasee, direkt nördlich der Grenze nach Kenia. Entlang des Omo leben viele äthiopische Volksstämme, zum Beispiel die Bume, Karo, Geleb, Bodi, Mursi, Surma und Hamer.

Der südliche Flussteil formt die Grenze zwischen den Regionen Kaffa und Gamo Gofa. Das Tal am Unterlauf des Omo spielt eine große Rolle bei der geplanten touristischen Erschließung Äthiopiens. Mit die ältesten Fossilien des Homo sapiens (etwa 130.000 Jahre alt) wurden hier gefunden.

Der Omo-Nationalpark, mit 4.068 km² der größte Äthiopiens, gehört zu den wildreichsten, aber am seltensten besuchten Nationalparks Afrikas.

Reliefierte Stelen von Tiya

Art: Kulturdenkmal
seit: 1980

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